Moderne Gugel



Gugel

Autor: freakbride
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Moderne Gugel fĂŒr Mittelalterfans, die es auch im Alltag gern warm haben

Eine Gugel wurde im Mittelalter getragen, um die fehlende Kapuze an den UmhĂ€ngen zu ersetzen. Damals gab es nĂ€mlich noch keine UmhĂ€nge mit angenĂ€hten Kapuzen. Man legt die Halsöffnung des Mantels quasi um den Halsteil der Gugel herum. So dass der Schulterteil unter dem Mantel liegt und die Kapuze mit Zipfel darĂŒber.
Ich verwende die Gugel fĂŒr alle meine kapuzenlosen MĂ€ntel und UmhĂ€nge. Und ich finde, sie eignet sich hervorragend fĂŒr alle, die es gern romantisch mögen. Und sie halten einfach total kuschlig warm, weil sie Schultern, Hals und Kopf wĂ€rmen.


Ihr braucht: Die Menge an Stoff, die ihr dafĂŒr braucht hĂ€ngt von der gewĂŒnschten LĂ€nge des "MĂŒtzenzipfels" ab, den ihr dranhaben wollt.


Zuerst mĂŒsst ihr euch entscheiden, wie groß eure Gugel sein soll. Wenn sie wirklich warm halten soll, ist es gut, wenn sie möglichst nah anliegt, aber mĂ€rchenhafter sieht's natĂŒrlich aus, wenn die Kapuze ÜbergrĂ¶ĂŸe hat und schön um das Gesicht herum fĂ€llt. Dazu mĂŒsst ihr zur LĂ€nge a noch einiges hinzugeben.

Gugel Schnitt
Abmessungen: (Jeweils die HĂ€lfte fĂŒr eines von 2 identischen SchnittstĂŒcken)
A= Von eurem Kinn ĂŒber den Scheitel und wieder zurĂŒck plus 15 cm
B= Euer Kopfumfang plus 5 cm (da muss ja euer Kopf durch)
C= Die LĂ€nge von eurem Halsansatz ĂŒber die Schulter bis zur Mitte eures Oberarms (je nachdem, wie lang der Schulterteil der Gugel hinuntergehn soll)
D= Schulterumfang plus 15 cm


Die LĂ€nge des Zipfels könnt ihr euch hier selbst aussuchen, entweder ihr macht eine einfache Kapuze und rundet die Ecken am Hinterkopf ganz einfach ein wenig ab, oder ihr macht einen langen Zipfel dran (Hier kann man dann auch in der Breite ein bisschen variieren. Klassisch fĂŒr eine spĂ€tmittelalterliche Gugel wĂ€re ein langer, dĂŒnner Zipfel, in den man noch einen Knoten macht.)

Dann schneidet ihr das Schnittteil einfach zwei mal aus (Nahtzugaben nicht vergessen!) und nĂ€ht die Teile mit einfachem geradem Stich aufeinander (Achtung, Schulterteil und Gesichtsöffnung nicht verschließen!). Dann noch versĂ€ubern und versĂ€umen und nach Belieben mit Borten usw. verzieren.

Ich hab z.B. ins Innere meiner Gesichtsöffnung breite farbige Spitze genĂ€ht, damit man den Rand nach hinten umschlagen kann. Wenn die Kapuze sehr weit ist, könnte man sie auch fĂŒttern, weil man dann ja nach Innen hinein sehen kann.
Und wer schon etwas fortgeschrittener ist, kann da wo die Naht zwischen Kinn und Brust ist, einen Reißverschluss, HĂ€kchen, SchnĂŒrung oder Knöpfe anbringen, um die Gugel nicht jedes Mal ĂŒber die Frisur stĂŒlpen zu mĂŒssen.





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