Victory Faltenrock

Ein raffinierter Schnitt mit Taschen die sich hinter seitlichen Faltenbesätzen verbergen

Die Bluse ist noch nicht fertig :D

Ihr werdet sehen, die Konstruktion und Verarbeitung dieses Rocks ist etwas aufwändiger als ihr es von uns gewohnt seid. Dafür habt ihr Gelegenheit zu sehen wie man einen Schnitt konstruieren kann, lernt wie man Paspeln macht und vielleicht noch ein paar weitere Tricks.

Material


Preis

Da könnt ihr Reste verwenden, oder ihr kauft ein kleines Stück Stoff ein. Könnte so um die 10 Euro kosten.



Anleitung

1. Schnitt erstellen

Ausgegangen wird von einem schlichten Minirock-Schnitt, den wir dann weiter zerlegen und aufmotzen. Ihr könnt zB einen gekauften Schnitt nehmen wenn ihr einen zur Hand habt oder ihr verwendet Lilianas Basis-Rock um euch einen Schnitt zu erstellen oder nehmt den Schnitt von einem Rock ab. Wichtig ist, dass ihr am Ende einen Papierschnitt für einen Minirock habt der etwa 30 cm lang ist und am Saum etwa 120 cm Umfang hat (bei einer Größe M). Am besten ist es wenn ihr mit diesem Schnitt ein einfaches Probeteil näht, um zu testen ob alles sitzt und passt. Bei diesem Schnitt ist es schwer bis unmöglich nachträglich noch die Länge oder die Weite zu ändern, also solltet ihr euch vorher sicher sein, was ihr tut. Dann können wir anfangen und aus dem Grundschnitt ein neues Schnittmuster basteln. Und das geht so:

Schnitt dritteln
Zuerst werden sowohl Vorderteil auch auch Rückteil in jeweils drei Teile unterteilt. Bei mir ist die Mitte etwa die Hälfte der Gesamtbreite und die Seiten sind je ein Viertel breit (11-22-11), aber das bleibt natürlich eurem Geschmack überlassen. Wenn ihr es schafft, könnt ihr auch eventuelle Abnäher in diesen Teilungsnähten verschwinden lassen, das wäre am besten. Auf dem Mittelteil sollten jedenfalls keine Abnäher mehr sein, auf den Seiten ist das nicht so tragisch.
Bei mir sind die Linien ganz gerade und etwas schräg gestellt, so dass das Mittelteil nach unten breiter wird. Um das proportional hinzukriegen, könnt ihr am Saum auch 1/2 von der Mitte abmessen und die Linie dort enden lassen.

Mitte teilen
Wenn die senkrechte Teilung gemacht ist haben wir also vordere und rückwärtige Seiten- und Mittelteile. Jetzt wird das Mittelteil (sowohl vorne als auch hinten) nochmal waagerecht geteilt, dazu zeichnet ihr eine Linie parallel zur oberen Kante (also auch leicht geschwungen) und etwa 10 cm davon entfernt.

Seiten teilen
Nächster Schritt ist die Teilung auf den Seitenteilen. Dort zeichnet ihr eine geschwungene Linie die etwa in Höhe der Teilung auf dem Mittelteil beginnt und nach außen abfällt. Wichtig ist hier nur, dass die Linie an der Seitenkante im rechten Winkel endet, sonst habt ihr später einen Knick drin. Setzt die Linie außerdem nicht zu tief an, denn darunter muss noch eine -wenn auch kleine- Tasche Platz finden. Bei mir ist unten 10 cm Abstand zum Saum.

Jetzt haben wir alle Teile quasi konstruiert, jetzt machen wir die Schnittmusterteile fertig. Dazu könnt ihr teilweise euer vorhandenes Schnittmuster zerschneiden, teilweise müssen wir da aber auch was abpausen. Wer übrigens ein Futter in den Rock nähen will sollte die Originalteile nicht zerschneiden weil wir die genau dafür verwenden werden.

Schnittteile Wir brauchen:
A, B, C und D sind schon fertig, die könnt ihr direkt ausschneiden. Die Stoffteile werden dann im Stoffbruch zugeschnitten.

Für E und F nehmt die Seiten einfach je einmal komplett, zeichnet euch aber trotzdem die geschwungene Linie ein, die brauchen wir später als Orientierung).

Für G paust ihr die Bereiche unterhalb der geschwungenen Linie auf den Seitenteilen je einmal ab und klebt sie an der Seitenkante zusammen. Wenn die Seite keine gerade Linie ist, sondern geschwungen verläuft dann lasst ihr die beiden Teile getrennt und schneidet den Taschenbeutel später aus zwei Teilen zu.


H ist im Prinzip wie G, nur müssen wir dafür noch ein paar Falten erzeugen. Wie das geht erfahrt ihr jetzt:
Seiten erweitern
Ihr paust die Teile unterhalb der Linie jeweils nochmal ab. Die werden an der Seitenkante wie auf dem Schema etwas erweitert (etwa 2 cm jeweils). Dadurch entsteht auch eine gerade Seitenkante, falls sie vorher gebogen war.

Falten einzeichnen
Dann klebt ihr das vordere und das rückwärtige Teil an den Seiten zusammen und erhaltet ein neues Teil. Das ist die Grundfläche für die Faltenbesätze. Dort müssen wir jetzt noch Falten einzeichnen. Macht nicht zu viele Falten, das erschwert die Aufgabe nur unnötig. Ich habe auf jeder Seite 4 und eine in der Mitte, also 9 insgesamt. Die mittlere Falte wird nach unten etwas breiter, die anderen sind gleichmäßig breit. So können wir den Bereich gut aufteilen.

Falten konstruieren
Wenn ihr das habt nehmt ihr ein neues großes Stück Papier und paust dort zuerst nur die mittlere Falte ab. Dann geht ihr wie im Schema vor und setzt die Falten zusammen. Die roten Teile werden spiegelverkehrt übertragen. Da muss man sich konzentrieren, aber das ist auch alles. Es entsteht ein ziemlich langes Teil mit ziemlich vielen Zacken, das ist Teil H. Das kann man zur Probe mal zusammenfalten wie später auch der Stoff gefaltet wird und sehen ob alles passt und später wieder die Form des ursprünglichen Teils entsteht.
Zusammenfalten

Gratulation, der schwierigste Teil ist geschafft. Jetzt habt ihr das Schnittmuster fertig.


2. Zuschneiden und Nähen

Alle Teile Die Teile schneidet ihr jetzt alle aus dem Baumwollstoff zu. A,B,C und D jeweils 1x (im Stoffbruch), alle anderen Teile je 2x (einmal davon spiegelverkehrt). Übertragt euch bei den Teilen G die geschwungene Linie und bei H die ganzen Falten auf den Stoff (Kopierpapier bietet sich hier an) , die brauchen wir später zur Orientierung. Überhaupt ist es wichtig, dass ihr alle Konturen sorgfältig übertragt, denn es macht die Arbeit sehr viel einfacher, gerade wenn wir zu den Paspeln kommen.

Achtet beim Zuschnitt darauf, dass sich die Teile alle in die Breite stretchen!

Alles zugeschnitten? Los gehs! In fast jede Naht kommen hier Paspeln, also beginnen wir gleich damit. Wer keine Paspeln will überspringt den nächsten Absatz einfach. Ich erkläre einmal grundsätzlich wie ich Paspeln herstelle und einsetze, das wird dann an jeder Naht genauso gehandhabt.

Paspeln

Paspeln mit Schnur (ohne sind sie eigentlich streng genommen auch keine Paspeln, aber wir wollen mal nicht so kleinkariert sein) sind viel einfacher zu handhaben als welche ohne weil man sich an der Dicke der Schnur orientieren kann. Und sie sehen edler aus.
Man braucht: Schrägband und eine Schnur in der gewünschten Dicke. Ich verwende eine Art Anorakkordel, ihr könnt alles nehmen was sich mitwaschen lässt, die richtige Dicke hat und nicht zu steif ist. Von beidem schneide ich die gewünschte Länge für jede Naht extra ab. Man kann natürlich auch erstmal Paspelband am laufenden Meter herstellen und das später zuschneiden.
Paspeln Material

Das Schrägband falte ich auseinander und lege die Schnur in die Mitte, so dass sie vom Band umschlossen wird. Das fixiere ich mit Stecknadeln.
Paspeln zusammensetzen

Dann steppe ich direkt neben der Schnur auf dem Band entlang, dazu eignet sich der Reißverschlussfuß.
Paspeln nähen

Das sieht dann so aus:
Paspeln fertig

Das Band stecke ich auf den Stoff auf, dabei läuft die Naht die ich gerade gemacht habe um die Schnur einzunähen genau entlang der aufgezeichneten Nahtlinie (die Markierung ist natürlich auf der Rückseite des Stoffes). So weiß ich, dass die Paspel genau platziert ist und kann mich später bei Zusammennähen daran orientieren.
Paspeln aufstecken

Dann nähe ich die Paspel ein Stück daneben fest (also auf der Nahtzugabe). Das kann man auch von Hand heften, ich machs mit der Maschine weils schneller geht. Bei komplizierten Rundungen und ähnlichem empfiehlt sich Heften allerdings.
Paspeln heften

Jetzt können die beiden Stoffteile wie üblich zusammengenäht werden. Allerdings verwende ich dabei wieder den Reißverschlussfuß und nähe direkt neben der Schnur auf der Markierung (im Idealfall trifft man dabei genau die Naht mit der man die Schnur in die Paspel genäht hat).
Paspeln einnähen

Wenn es fertig ist, kann die Paspel auf eine der beiden Stoffseiten "geklappt" werden. Das sollte man kurz in Form bügeln. Ich fixiere die Bandenden noch an beiden Enden indem ich ein paar mal hin und her drüber nähe (auf der Nahtzugabe). So kann die Schnur nicht versehentlich rausrutschen.
Paspeln eingenäht

Und wenn ihr alles richtig gemacht habt sehen sie dann später so schön aus, die Paspeln.
Paspeln schön

Ende Exkurs Paspeln



Jetzt fangen wir mal mit dem Zusammennähen an!
Zuerst werden die oberen und unteren Mittelteile je vorne und hinten zusammengesetzt (A mit C und B mit D). Da kommt eine Paspel in die Naht. Dann entscheidet ihr euch ob ihr den Reißverschluss in die linke oder rechte Seitennaht setzen wollt und näht die anderen beiden Seitenteile (E und F) schon mal zusammen (ohne Paspel). Die Seite mit Reißverschluss funktioniert wie bei den Glücklichen Kissen beschrieben. Erst wird die Naht zugeheftet, dann der Reißverschluss drunter geheftet und genäht, dann die Naht wieder aufgetrennt.
RV heften

Der einzige Unterschied ist, dass hier nur eine schmale Seite zugenäht wird. Kleiner Trick übrigens dabei: Wenn ihr beim Heften den Stoff etwas Richtung Naht schiebt, so dass eine ganz kleine "Beule" zwischen Heftstichen und Naht entsteht dann sorgt diese Mehrweite später dafür, dass der Reißverschluss tatsächlich verdeckt bleibt, auch wenn Zug auf der Naht ist.
RV verdeckt


Vergesst auch nicht, eventuelle Abnäher zu schließen bevor es weiter geht!


Dann kommen wir zu den Taschen/Falten. Wer seine Taschenbeutel (G) aus zwei Teilen zusammensetzt näht diese jetzt zusammen. Dann nehmt ihr euch die Faltenbesätze (H), dort wird zuerst der Saum gemacht: An der Markierung doppelt nach innen umfalten (bügeln hilft) und einmal drüber nähen. Danach bügelt die Falten so ein wie oben im Schema zu sehen. Testet mit dem original Schnittteil ob die Größe hinhaut und alle Falten die richtige Breite haben. Der Saum sollte jetzt automatisch gerade sein wenn ihr alles ordentlich und nach Markierungen gemacht habt. Dann werden die Falten ganz knapp entlang der Kanten (innere und äußere) abgesteppt. So bleiben sie auch nach dem Waschen erhalten. Entlang der oberen Kante könnt ihr die Falten einmal fest- und zunähen (auf der Nahtzugabe), das macht die Handhabung einfacher.

Die Faltenbesätze und die Taschenbeutel werden jetzt an der geschwungenen Kante aufeinander gelegt und genäht (vertauscht die linken und rechten Schnittteile nicht!), mit den rechten Seiten zueinander. In diese Naht kommt wieder eine Paspel (die ihr vielleicht erstmal heften wollt weil die geschwungene Kante etwas anspruchsvoller ist).
Versäubert die Nahtzugaben und wendet die Teile wieder auf rechts. Die Kante kann noch von außen schmal abgesteppt werden wenn ihr meint, dass das nötig ist. Meist reicht Bügeln auch. Die fertigen Taschen/Faltenteile werden jetzt passgenau auf die Seitenteile gelegt (dafür haben wir die geschwungene Linie übertragen) und mit Stecknadeln am Platz gehalten. Die untere Kante der Seiten und des Taschenbeutels sollte nicht unter den Falten herausblitzen, deshalb wird sie vor dem Zusammennähen um etwa 2cm gekürzt (je nach dem wie viel nötig ist). Dann näht ihr sie zu und versäubert die Naht (macht das besonders ordentlich, es könnte bei Wind oder falschen Bewegungen doch sichtbar werden ;)). Die Taschenbeutel/Faltenbesätze könnt ihr zur Sicherheit auf der Nahtzugabe schon mit den Seitenteilen zusammenähen, so kann sich später nichts verschieben.

Jetzt werden noch die Seiten und die Mittelteile (wieder mit Paspel) zusammengesetzt. Passt auf welche Teile vorne und welche hinten sind! Der Saum an den Seitenteilen ist schon fertig, den an den Mittelteilen falten wir jetzt auch doppelt nach innen um und nähen ihn fest.

Nächster Schritt sind Gürtelschlaufen. Ich habe immer zwei parallel gemacht, hinten und seitlich. Das könnt ihr natürlich auch anders machen oder ganz weglassen. Ich habe mir ein Stück Stoff mit den Maßen 54 x 6 cm (in den 54 cm sind schon 6 x 7 plus je 1 cm Nahtzugabe enthalten, an den langen Seiten ist auch jeweils 1 cm enthalten) zugeschnitten (wer das nicht rauskriegt kann auch einzelne Stücke machen). Das wird der Länge nach auf die Hälfte gefaltet (rechte Seite innen) und zugenäht. Dann wendet man den Schlauch und bügelt ihn, der sollte jetzt 2 cm breit sein. Wer will steppt nochmal von außen ab. Dann wird das in 6 gleich lange Teile zu 9 cm (7 cm plus je 1 cm Nahtzugabe) zerschnitten. Jeweils links und rechts vom Reißverschluss, der anderen Seitennaht und der hinteren Mitte habe ich eine Gürtelschlaufe platziert, mit 1-2 cm Platz dazwischen. Die werden erstmal nur an der oberen Kante auf die Nahtzugabe genäht, die untere Kante bleibt noch lose, die machen wir später.

Gürtelschlaufen und RV


Jetzt fehlt nur noch der Bund. Ihr habt jetzt die Möglichkeit ein Futter einzuarbeiten. Wer das nicht machen will überspringt wieder den nächsten Absatz.

Für das Futter schneidet ihr aus Futterstoff ein Vorder- und ein Rückteil nach dem originalen Rockschnitt zu. Schließt alle eventuellen Abnäher und auch die Seitennaht die nicht an der Reißverschlussseite liegt (das ist beim Futter genau spiegelverkehrt wie beim Rock). Die andere Seitennaht schließt ihr nur unterhalb des Reißverschlusses, die offenen Kanten versäubert ihr einzeln. Das Futter könnt ihr am Saum 2 cm kürzer machen als den Rock, so ist sichergestellt, dass es nicht zu sehen ist. Säumt das Futter. Dann zieht ihr das Futter rechts auf rechts über den Rock und steckt die oberen Kanten aufeinander. Näht am Reißverschluss beginnend einmal rundherum bis wieder knapp an die Zähne heran. Versäubert diese Naht und wendet das Futter in den Rock hinein. Wer will kann die obere Kante noch von außen absteppen, dazu könnt ihr die Gürtelschlaufen aus dem Weg klappen (deshalb sind sie noch nicht angenäht). Dann zieht ihr das Futter wieder aus dem Rock raus und näht erstmal die losen Enden der Gürtelschlaufen fest. Ich mache das indem ich die Nahtzugabe umfalte und genau im Knick feststecke und den Stoff dann ein wenig einrolle, so dass ich mit der Maschine in die Schlaufe reinkomme und die Knickstelle mit ein paar Vor- und Zurücknähten annähen kann. Erst danach kommt das Futter zurück und ihr faltet die offenen Kanten entlang des RV nach innen um und näht sie von Hand auf den Reißverschlussbändern fest.


Ohne Futter wird der Bund mit Schrägband gemacht. Ihr könnt die Kante ganz klassisch einfassen oder ihr verstürzt sie mit dem Schrägband so wie ich es gemacht habe (siehe Schema rechts). Dabei macht ihr die erste Naht ganz normal mit der Maschine, dann faltet ihr das Band nach innen um und näht es von Hand unsichtbar an (die Hexenstiche sind in den Tipps erklärt). Wem das zu aufwändig ist, der kann das auch mit einer sichtbaren Maschinennaht machen, mich hat nur diese Naht gestört. Außerdem kann man auch die Kante noch ganz schmal absteppen. Jetzt seht ihr wieder warum wir die Gürtelschlaufen noch nicht angenäht haben, man kann sie dafür aus dem Weg klappen. Am Reißverschluß beginnt und endet das Band, dort faltet ihr es um und näht die Enden von Hand auf die Reißverschlussbänder.

Innenverarbeiten Bund

Nun nur noch die unteren Enden der Gürtelschlaufen einfalten und an Ort und Stelle festnähen. Ich mache das indem ich sie genau im Knick feststecke und den Stoff dann ein wenig einrolle, so dass ich mit der Maschine in die Schlaufe reinkomme und die Knickstelle mit ein paar Vor- und Zurücknähten annähen kann.


Und damit ist der Rock fertig. Gratulation, das war ein ganz schönes Stück Arbeit!


Variationen


Empfehlung

Das ist kein Stück für Anfänger. Ihr braucht schon ein wenig Erfahrung und solltet sauber arbeiten können. Die Konstruktion des Schnittes und die Verarbeitung mit Paspeln und Faltenbesätzen ist schon eine Herausforderung.


Musiktipp

Natron empfiehlt: Wie wärs mit Guter-Laune-Musik von The BossHoss? Das rockt einfach und macht auch Leuten Spaß die sonst nicht auf Gitarrenmusik stehen.


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