Efeu-Kleid



Neckholderkleid

Autor: Azsra
Schwierigkeit: 2 von 4
2 Fotos dazu



Material :
fester, steifer Stoff, ca. 1,50 m
ca. 7 Knöpfe

Meine Kosten:
Stoff 5€/m
Das Kleid mit Knöpfen hat mich ca. 17 € gekostet


Das Kleid ist ein wirklich schönes Sommerkleid und erinnert leicht an die 60er Jahre Kleider.
Der etwas steifere Stoff eignete sich deshalb so gut fĂŒr den Schnitt, weil er so schön geradlinig ist und leicht „absteht“. Man kann aber auch anderen Stoff nehmen.


Schnitt- und NĂ€hanleitung :

Das Kleid besteht aus fĂŒnf Bahnen, einem Knopfverschluss, einem NackentrĂ€ger und einem StoffgĂŒrtel. Es ist 3/4 lang, Ă€rmellos und ab den Knien offen. Da das Kleid sehr gerade fallen soll, ist das Erstellen des Schnittes auch ohne Schneiderpuppe oder Model machbar. Man muss zunĂ€chst drei Maße von sich nehmen, die Brust-, Taillen- und HĂŒftweite, und die untere Saumweite und die LĂ€nge des Kleides festlegen. Wobei sich letzteres natĂŒrlich auch hinterher immer noch kĂŒrzen lĂ€sst, wenn man etwas großzĂŒgiger war.

Skizze 1
Skizze 1

Wie in Skizze 1 gezeigt zeichnet man sich unter Beachtung der Maße die Kleidbahnen auf. Am besten zeichnet man es sich auf einen großen Bogen Schnittmusterpapier und und heftet sich das „Papierkleid“ ersteinmal mit Stecknadeln zusammen. Dann kann man ohne Probleme die Abmessungen korrigieren. Bei mir war zum Beispiel die Stelle um die HĂŒfte zu gerade. Das heißt, beim spĂ€teren Zuknöpfen des Kleides hĂ€tten die Vorderteile auseinandergestanden. Wenn dies der Fall sein sollte, muss man unterhalb der Taillenabmessung an den beiden Vorderteilen eine leichte Wölbung hinzugeben (s. Skizze 1 graue FlĂ€che ). Beim zusammenstecken auch wie beim NĂ€hen die Bahnen, links auf links aufeinanderstecken und das „Papierkleid“ anschließen auf rechts drehen, so dass die Stecknadeln innen sind.
Wenn das „Papierkleid passt, ĂŒbertrĂ€gt man die Teile auf den Stoff. Bei gemusterten Stoffen muss man beim zuschneiden den Musterverlauf beachten. Die Webrichtung spielte bei meinem Stoff keine Rolle, aber bei anderen Stoffen sollte man beachten, wie der Stoff fĂ€llt, bzw. in welche Richtung er sich gut dehnen lĂ€sst. In dem Fall wĂ€re die Dehnrichutng quer zu legen.

Zum NĂ€hen :

Ich bin vom RĂŒckenteil ausgegangen, habe jeweils das linke und rechte Seitenteil angenĂ€ht und dann die beiden Vorderteile an die jeweilige Seite.

Skizze 2
Skizze 2

Zuersteinmal das Seitenteil (R oder L) an das RĂŒckenteil anstecken. Beide Teile aufeinander legen, so dass beide gemusterten Seiten, also die spĂ€teren Aussenseiten, innen liegen.

Skizze 3
Skizze 3

Ob dass RĂŒckenteil nun unten und das Seitenteil oben liegt, oder andersrum ist im Prinzip egal.
Dann werden die Schnittteile entlang der Stecklinie genÀht. Am besten mit einem einfachen Steppstich. Bei meinem Stoff hat eine Naht gereicht, gegebenenfalls kann man entlang der ersten noch einmal eine Naht setzten.
Nach dem Prinzip nĂ€ht man nun alle fĂŒnf Teile wie in Skizze 2 farbig markiert aneinander. Die beiden Vorderteile werden nicht zusammengenĂ€ht.

So, nun sollte das ganze schon nach Kleid aussehen. Ich empfehle an diese Stelle das genĂ€hte Kleid einmal anzuhalten, um zu schauen ob die Maße stimmen und das Kleid auch gut sitzt. Dazu die Vorderteile entweder zusammenhalten oder von außen mit ein paar Stecknadeln zusammenheften.

Am oberen Saum muss man dann eventuell noch die Oberbrustweite korrigieren, denn der Rand mĂŒsste theoretisch unter den Armen etwas zu weit sein. Ich fand es aber praktischer, von der Brustweite auszugehen, als die Oberbrustweite zum Zuschneiden zu verwenden. Denn so konnte ich hinterher unter den Armen einfach zwei kleine Dreiecke herausnehmen. (s. Skizze 4 ) Andernfalls hat man nĂ€mlich das Problem, dass man hinterher vielleicht wieder ein StĂŒck im oberen Teil des Kleides einsetzten mĂŒsste und dass fĂ€llt dann mehr auf, zumindest bei gemusterten Stoffen.
Wenn man korrigieren muss, wie gesagt zwei kleine Dreiecke, jeweils unter dem Linken und unter dem rechten Arm, ausschneiden und die zwei Linien wieder links auf links aufeinander nÀhen. Am besten steckt man die Breite der Dreiecke mit einer Stecknadel ab, und zwar so breit, dass das Kleid richtig gut oberhalb der Brust sitzt.

Skizze 4
Skizze 4

Wenn das Kleid oben gut sitzt wird der oberere Rand umgenĂ€ht. Vom oberen Saum ca. 0,5cm – 1cm nach innen legen und festnĂ€hen. Ob man die Naht mit dem Steppstich oder dem Zickzackstich nĂ€ht, hĂ€ngt davon ab, wie man es gern hĂ€tte. Denn die UmnĂ€ht sieht man hinterher, zumindest bei helleneren Stoffen.
Nun schaut man sich noch die LĂ€nge des Kleides an. Je nachdem wie großzĂŒgig man beim Zuschneiden war, nimmt man am unteren Saum des Kleides noch Stoff weg und nĂ€ht es wie den oberen Saum um.

Wenn das gemacht ist, nĂ€ht man an die beiden Vorderteile, die ja noch offen sind, Knöpfe und Knopflöcher. Knöpfe im gleichmĂ€ĂŸigen Abstand auf die eine Seite, Knöpflöcher in gleicher Höhe der Knöpfe und gleichem Abstand auf die andere Vorderteilseite. (s. Skizze 5) FĂŒr die Knopflöcher habe ich einfach kleine Schlitze (richtet sich nach der GrĂ¶ĂŸe der Knöpfe) mit der Schere in den Stoff gemacht und diese dann einmal um das Loch herum genĂ€ht, damit sie nicht ausreißen. Einige NĂ€hmaschinen haben auch extra Knopflochstiche, meine leider nicht. Hauptsache ist, der Knopf passt durch und rutscht nicht von alleine wieder raus und das Knopfloch reißt nicht aus, weil sich der Stoff am Lochrand auflöst.

Skizze 5
Skizze 5

So ... nun haben wir fĂŒnf aneinander genĂ€hte Stoffbahnen und einen Verschluss. Das Kleid sollte nun als solches zu erkennen sein, passen und nicht verutschen.

Ich habe an den beiden Vorderteilen noch ein Band als NackentrĂ€ger genĂ€ht. Wenn man aber gut gemessen und genĂ€ht hat und der Stoff auch recht steif ist, mĂŒsste das Kleid aber auch ohne TrĂ€ger halten. Wenn man trotzdem TrĂ€ger möchte, ist es am besten aus dem restlichen Stoff ein oder zwei, wie man es gerne hĂ€tte, SchlĂ€uche zu nĂ€hen. Die Stoffbahnen sollten dabei ca. 4cm-5cm breit sein und die LĂ€nge misst man da am Köper bzw. Kleid, wo die TrĂ€ger angenĂ€ht werden.

Skizze 6
Skizze 6

Man legt die Soffbahn dann einmal der LĂ€nge nach um, gemusterte Seite wieder nach außen und nĂ€ht die offene Seite aufeinander. Dann stĂŒlpt man die gemusterte Innenseite nach aussen und der/die TrĂ€ger sind fertig. Sie werden an die festgelegte Stelle am Kleid innen angenĂ€ht. Die TrĂ€ger sollten gut an den Schultern oder am Nacken anliegen.

Mit dem GĂŒrtel verfĂ€hrt man Ă€hnlich wie mit den TrĂ€gern. Als LĂ€nge misst man den Taillenumfang und wĂ€hlt sich eine Breite des GĂŒrtels.( s. Skizze 6 ) Wieder die beiden offenen Seiten mit gemusterter Seite nach innen aufeinandernĂ€hen und diemal auch eine der beiden offenen Seiten zusammennĂ€hen. Der Schlauch wird am besten mit Hilfe eines langen Stocks oder einen Kochlöffel, wieder nach aussen gestĂŒlpt. Das noch offene Ende wird jetzt einmal umgelegt und festgenĂ€ht. Die GĂŒrtelseite an der das StĂŒck festgenĂ€ht ist, nimmt man dann als Innenseite des GĂŒrtelbandes, also die die am Körper anliegt. Zum Befestigen des GĂŒrtels habe ich dann noch einen Knopf angenĂ€ht.

Ich hoffe, dass die NĂ€hanleitung verstĂ€ndlich ist und wĂŒnsche Euch viel Erfolg beim NĂ€hen.







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