Arabesque Schnürtop



Korsagentop

Autor: Natron
Schwierigkeit: 2 von 4
22 Fotos dazu

Guardian made of Stone, won't you answer me

Ein leicht verstärktes Corsagentop mit eckigem Ausschnitt, vorne und im Rücken geschnürt. Die Träger sind auf der Schulter mit Bändchen verbunden. Lässt sich wunderbar solo oder mit einer zarten Bluse darunter tragen und je nach Stoff von Piratenbraut bis Fetishqueen stylen.


Material


Preis



Anleitung

Das Top besteht vorne aus 4 Teilen, hinten aus einem (da sparen wir uns das auf-Figur-schneidern weil man es dort prima zurechtschnüren kann).

Vorderteile:
Vorne
Die lilafarbenen Linien geben an wo man die Stäbe platzieren kann wenn man welche einarbeiten möchte (dazu später mehr).

Rücken:
Rücken
Die roten Linien zeigen wo später die Schnürung aufgesetzt wird. Die können wir erstmal ignorieren.

Ihr messt eure Brustumfang, Taillenumfang und die Stelle an der das Top enden soll, etwa 10 cm unter der Taille. Die Maße errechnet ihr wie folgt (in Klammern als Beispiel meine Maße, etwa Größe 38/40):
a: b minus 1-3 cm, je nach Cupgröße (10 cm)
b: Brustumfang geteilt durch 8 (11 cm)
c: Taille durch 8 (9 cm)
d: Brustumfang geteilt duch 2 plus 4 cm (48 cm)
e: Taille durch 2 plus 4 cm (41 cm)
f: Umfang 10 cm unter der Taille durch 2 plus 4 cm (45 cm)
g: Umfang 10 cm unter der Taille durch 4 minus c (11 cm)

Die Taillenhöhe, also den Abstand von Taille zur Brust, Armausschnitten und Unterkante könnt ihr auch verändern, ich habe wie in der Zeichnung 10cm nach unten udn 24 cm nach oben bis zur Kante es Tops genommen, das sollte eigentlich den meisten passen. Aber messt zur Sicherheit vorher aus ob das hinkommt.
Genauso könnt ihr natürlich die Breite, Länge und Positionierung der Träger verändern wie es euch gefällt.

So. Alle verwirrt? Dann kanns ja losgehen.

Die Vorderteile werden einmal so und einmal spiegelverkehrt ausgeschnitten, sowohl aus Ober- als auch aus Futterstoff. Das Rückenteil einmal aus Oberstoff, einmal aus Futter. Markiert die Teile von der Rückseite, dann kommt ihr nicht so schnell durcheinander.
Zuerst habe ich dann jeweils A und B zusammengenäht. Die beiden A-Teile nicht zusammen nähen, dort kommt die Schnürung zwischen! Dann die Vorderteile an das Rückenteil nähen und schon hat man etwas was man anprobieren kann. Jetzt jammert nicht, es ist natürlich zu weit. Die Mehrweite wird später von der Rückenschnürung weggenommen. Ihr könnt das aber mit Stecknadeln wegstecken und die Vorderteile schonmal vor die Brust halten um zu prüfen ob alles sitzt. Jetzt ist die Gelegenheit ein paar Nähte enger zu machen (bzw weiter, wenn ihr genug Nahtzugaben gelassen habt). Alle Änderungen müsst ihr natürlich auch auf die Futterstoff-Teile übernehmen.

Dann kommt jetzt, welch Überraschung, das selbe nochmal aus Futterstoff. Dann haben wir 2 zu weite, vorne offene Tops mit rumhängenden Trägern. Super. *g*

Die beiden Teile werden nun miteinander verstürzt. Das geht so: Ihr legt sie mit den schönen Seiten nach innen aufeinander, und zwar möglichst passgenau (Hier rächt es sich wenn man Samt verwendet ;)). Dann näht ihr die komplette obere Kante, auch die Träger, und die vorderen Kanten von Teil A (dort wo später die vordere Schnürung hin soll) zu. Alles schön versäubern, damit nichts ausfranst. An den Ecken (dort wo die Träger ansetzen zB) schneidet ihr eure Nahtzugaben bis knapp an die Naht ein. Dann klappt sich das besser um. Jetzt kommt nämlich der grosse Augenblick, das Teil wird gewendet. Und wenn ihr alles richtig gemacht habt, habt ihr schon ein ziemlich gut aussehendes Top. Das könnt ihr erstmal bügeln, dann bleib die gerade genähte Kante schön glatt. Wer zickigen Stoff verwendet hat kann die Kante auch nochmal absteppen, damit sie auf jeden Fall in Form bleibt.

Wer die Länge der Träger noch nicht festlegen will kann die Quernaht an den Trägern auch erstmal offen lassen und später nach innen umfalten und vernähen. Dann sieht man dort die Naht, ist aber vermutlich weniger tragisch.

So. Jetzt passen mal alle die auf, die Stäbchen in das Top einarbeiten möchten. Die Tunnel dafür werden nämlich jetzt genäht. Für das Stäbchen an der Seitennaht näht man einmal genau auf der Naht zwischen Teil B und C, einmal 1,5 cm (oder weniger, je nach dem wie breit die Stäbchen sind) daneben (siehe lilafarbene Linien). Für das Stäbchen vorne werden 2 Nähte im entsprechenden Abstand ca 3 cm von der Kante des Teils A entfernt gemacht. Zwischen Stäbchen und Kante müssen nämlich noch Ösen eingeschlagen werden.
Auch wer keine Stäbchen verwendet sollte eine Naht auf Teil A machen, das hilft gegen Ausreissen der Ösen.
Stäbchen in die Tunnel schieben und weiter gehts.


Die untere Kante wird jetzt erstmal versäubert (beide Stofflagen getrennt!!), dann werden die Nahtzugaben nach innen zwischen die Stofflagen umgeschlagen und von aussen entlang der Kante zugenäht. Hier zahlt es sich aus, ordentliche Nahtzugaben zu haben, daran kann man sich nämlich gut orientieren. Jetzt ist das Top fusselfrei vernäht und es geht an die Feinarbeiten.

Trägerkonstruktion Jetzt kommen die Ösen dran. Entlang der vorderen Kante von Teil A werden (auf gleicher Höhe! Macht euch am besten eine Papierschablone von der ihr die Markierungen übertragt) auf jeder Seite 7 Ösen eingeschlagen. Man kann auch mehr nehmen, weniger würde ich nicht empfehlen.
In die Träger auch je 2 Ösen einschlagen. Das Band wird auf der Rückseite überkreuzt und verknotet (Enden kurz abschneiden!), wie auf der Zeichnung. Ihr könnt es natürlich auch auf der Vorderseite verkreuzen oder eine Schleife machen und die Bänder lang herunterhängen lassen, ganz wie ihr wollt. Ich habe es nur so gemacht weil sich dann die Träger nicht immer verdrehen.

Jetzt brauchen wir nur noch 2 schmale Streifen aus dem Oberstoff. 4 cm in der Breite und in der Länge 1 cm weniger als die Höhe des Teils C plus Nahtzugaben. Also nehme wir an Teil C ist 34 cm hoch, dann mehr ihr 2 Streifen mit 4 x 36 cm. Streifen in der Mitte falten (so dass er 2 cm breit ist) und die schmalen Kanten zunähen (die 2 cm langen Seiten!). Wenden. Dann die offene Kante versäubern (ja, die lange Kante die jetzt wieder der Höhe von Teil C ohne Nahtzugaben entsprechen sollte).
In die Streifen werden je 8 Ösen geschlagen (achtet wieder auf gleiche Höhe), dann werden sie angenäht dort wo die roten Linien in der Zeichnung (s.o.) eingezeichnet sind. Hier sagt ein Bild wieder mehr als tausend Worte:
Schnürlasche annähen

Wers trotzdem nicht verstanden hat: Die Streifen werden mit der Rückseite (ja, die Ösen haben eine Rückseite) nach oben (also sichtbar) und der geschlossenen Kante nach aussen (Richtung Seitennaht) auf den Stoff platziert. Dann werden sie entlang der versäuberten Kante festgenäht. Wenn man sie nun Richtung Mitte umfaltet sieht man die Kante nicht und auch keine Naht.
Man kann natürlich auch zuerst die Streifen annähen und dann die Ösen einschlagen. Ist vielleicht sogar die bessere Idee ;)

Äh ja, und dann.... dann sind wir auch schon fertig! Zieht das Top einmal an, schnürt vorne zu und lasst von einer helfenden Hand die Rückenschnürung so fest ziehen dass es gut sitzt (und natürlich die Schnüre dann verknoten...). Dann braucht ihr in Zukunft nur die Schnürung vorne zu öffnen. Und denkt dran: Es ist kein Korsett. Zu eng geschnürt entstehen Falten und das sieht einfach nicht mehr gut aus. Wer wirklich ein formendes Oberteil will sollte sich an einen Schnitt halten der dafür auch gedacht ist. Die Stäbchen bei diesem Top sind nur für besseren Sitz.

Variationen


Empfehlung

Erfordert ein bisschen Erfahrung und eine ordentliche Vorgehensweise.

Musiktipp

Natron empfiehlt: Haggard "Awakening the Centuries"







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