Candy Girl Minikleid



Minikleid

Autor: Soda
Schwierigkeit: 3 von 4
25 Fotos dazu


Candy, Candy, Candy... life is crazy

Kinky Minikleid aus rosa-durchsichtiger Plastikfolie. Zwei TeilungsnĂ€hte vorn, Rock ausgestellt, SpaghettitrĂ€ger, hinten mit Reißverschluß. Extrem sĂŒĂŸ und sehr sexy, leider wird es unter der Folie ziemlich warm, aber wer schön sein will muß leiden...


Material


Preis


Anleitung

Teile des CandykleidesIch hab hier mal wieder ein echtes Schnittmuster aus Papier angefertigt. Die Maße orientieren sich eng an den Maßen der Devilyn Korsage, insgesamt ist das Kleid aber natĂŒrlich weiter als die Korsage. So, ihr könnt nun ganz einfach meinen Schnitt ĂŒbernehmen, das ist wie immer (habe es tatsĂ€chlich geschafft NICHT zuzunehmen...;)) GrĂ¶ĂŸe 38. Wer eine andere GrĂ¶ĂŸe trĂ€gt Ă€ndert das Schnittmuster mit Hilfe des eigenen Brust-, Taillen- und HĂŒftumfangs.

Wenn ihr ein Schnittmuster habt, ĂŒbertragt es auf Zeitungspapier, und zwar in OriginalgrĂ¶ĂŸe (also so groß wie das Kleid spĂ€ter sein soll, nicht so groß wie die Schnitt hier sind...). Jetzt ausschneiden und auf den Plastikstoff legen. Die Umrisse mit einem nicht permanenten (also wasserlöslichen) Folienschreiber aufmalen. Ihr braucht ein Mittelteil und je zwei Seiten- und RĂŒckteile. Dabei ACHTUNG! das Schnittmuster beinhaltet keine Nahtzugaben, die mĂŒĂŸt ihr selber einbauen, also an allen Kanten so etwa 2-3 cm ĂŒberstehen lassen. Die Plastikfolie kann in alle Richtungen zugeschnitten werden, ihr braucht also nicht auf Fadenverlauf oder sonstige zu achten, schiebt die Schnittmuster so lange auf dem Plastik rum bis ihr wenig Abfall habt.

Candykleid nĂ€henNu gehts aber ans NĂ€hen! Erstmal vorweg: diesmal benutzen wir keine Stecknadeln! Nicht eine einzige. Die pieksen nĂ€mlich Löcher in den Stoff und das sieht man dann spĂ€ter, außerdem wird der Stoff durch mehr Löcher auch reißanfĂ€lliger. Da aber alle NĂ€hte gerade Linien sind gehts auch so. Zuerst werden die Seitenteile an das Mittelteil genĂ€ht, dazu die Nahtzugaben des Seitenteils an den Knicken einschneiden und die Nahtzugaben unter den Stoff falten, diese Kante wird jetzt an die aufgemalte Linie des Mittelteils geschoben und mit einer geraden Naht rangenĂ€ht. Dazu zwei Hinweise: 1. Plastik nĂ€ht sich wie Lack, ihr mĂŒĂŸt also einen Streifen Backpapier zwischen Stoff und Fuß der NĂ€hmaschine legen, sonst rutscht das nicht durch. Am besten ihr versucht es erstmal an einem Rest, auch hilfreich: die Tipps zum NĂ€hen! Wenn ihr die Nahtzugaben des Seitenteils umfaltet und das dann annĂ€ht, dann wird ja eventuell der Folienschreiberstrich in der umgeknickten Kante eingeschlossen. Die Farbe lĂ€ĂŸt sich da nie wieder entfernen! Also aufpassen und eventuell die Markierung auf die andere Seite der Plastikfolie durchmalen und auf der RĂŒckseite wegwischen.

Wenn es dann jetzt ans NĂ€hen geht: ich habe immer nur bis zu einem Knick umgefaltet und genĂ€ht, dann die Nadel im Stoff versenkt, den NĂ€hmaschinenfuß hochgestellt, die Teile bis zum nĂ€chsten Knick hingefaltet und -geschoben, dann Fuß wieder runter und weitergenĂ€ht. Wenn ihr zwei Teile aneinander befestigen mĂŒĂŸt (Anfang und Ende einer Naht) dann benutzt Klebeband anstelle von Stecknadeln. Durch Abklebeband kann man notfalls auch durchnĂ€hen, geht dann aber schwieriger wieder aus der Naht raus.

In diesem Stil werden die Seitenteile an das Mittelteil genĂ€ht, hier ĂŒberlappen die Seitenteile auf das Mittelteil, bei den RĂŒckteilen ĂŒberlappen die Seitenteile auf den RĂŒcken (man könnte natĂŒrlich auch ganz normale NĂ€hte machen, wo beide Nahtzugaben nach innen weg gehen, aber man kann die Folie ja nicht bĂŒgeln, da hatte ich BefĂŒrchtungen daß das vielleicht komisch fĂ€llt, das Material ist ja schon ziemlich steif). Alles klar? Dann könnt ihr ja erstmal diese NĂ€ht schließen. Danach erstmal die nun ĂŒberflĂŒssigen Nahtzugaben so abschneiden, daß neben der Naht noch etwa 1 cm Stoff ĂŒbersteht, hier schön ordentlich arbeiten, denn das sieht man ja am Ende durch.

So. Nun haltet euch das ganze mal vor und markiert den Ausschnitt. Bei mir ist der Ausschnitt gerade, in der Mitte so hoch wie die Linie vom Schnittmuster es anzeigt, unter den Armen (wo Seiten- und RĂŒckteile aufeinanderstoßen) 7 cm tiefer (dazwischen geht es natĂŒrlich schrĂ€g runter) und im RĂŒcken dann wieder gerade. Das bleibt allerdings euch ĂŒberlassen. Wie auch immer, der Ausschnitt wird gesĂ€umt (also umgenĂ€ht, er fusselt ja nicht wirklich aus), die Nahtzugaben nach innen umfalten, an den Kanten wieder etwas einschneiden und festnĂ€hen. Genauso verfahrt ihr bei dem unteren Rocksaum, hier solltet ihr allerdings erstmal die Nahtzugabe nur umkleben und nochmal anprobieren, denn er kann sein, daß der Rock an den SeitennĂ€hten im Vergleich zum Rest zu lang wirkt, dann mĂŒĂŸt ihr da nochmal extra umklappen. Außerdem: wenn euer Arsch so dick ist wie der von Soda, dann kann es passieren, daß der Rock trotz aller Akribie hinten kĂŒrzer als vorne aussieht. Da hilft nur: an den RocksĂ€umen der Hinterteile extra viel Nahtzugabe lassen, daß ihr sowas dann ausgleichen könnt.

So, schon ganz gut in Form das Teil, was? Nun die Nahtzugaben von Ober- und Unterkante auf etwa 1 cm kĂŒrzen und erstmal sĂ€mtliche inzwischen ĂŒberflĂŒssige Markierungslinien abwischen. Nun braucht ihr Hilfe, denn nun kommt der Reißverschluß. Das Kleid anziehen (also an den Körper halten) und hinten markieren (lassen) wo die RĂŒckteile aufeinanderstoßen. Ausziehen und ĂŒberprĂŒfen ob die Markierung auf beiden Teilen gleich lang und an der gleichen Stelle ist, eventuell Ă€ndern. Da wird dann der Reißverschluß zwischengenĂ€ht. Die Nahtzugaben umfalten, Reißverschluß drunterlegen, Backpapier drĂŒber, mit dem Reißverschlußfuß der Maschine einmal links einmal rechts annĂ€hen. Dabei ist der Reißverschluß zugezippt und ihr nĂ€ht vom oberen Ende (da wo der Zipper ist) nach unten.
Nachtrag: Jetzt wo das Kleid fertig ist und ich es einige Male getragen habe, mußte ich feststellen, daß der Reißverschluß im RĂŒcken solche komischen Wellen schlĂ€gt. Keine Ahnung warum er das tut und was man dagegen tun kann. Mich stört es nicht besonders (bei so einem Kleid guckt keiner auf den Reißverschluß...;) aber vielleicht weiß ja eine von euch was zu tun ist?

Candykleid von hintenFehlt nur noch die senkrechte Naht unter dem Reißverschluß. Diese könnt ihr entweder genauso machen wie alle anderen senkrechten NĂ€hte, also eine Seite umklappen und auf die andere nĂ€hen, oder (und das bietet sich an falls die Nahtzugaben etwas knapp waren) einen Streifen Plastik unter die beiden Kanten nĂ€hen. Auf jeden Fall schließt ihr jetzt diese Naht. Und schneidet die Nahtzugaben weg.

Dann brauchen wir noch TrĂ€ger. Eigentlich ist das Plastik ja so steif, daß es auch ohne TrĂ€ger sitzt, aber es sieht einfach besser aus mit. Außerdem, am Kleid keine TrĂ€ger und dann ein BH mit TrĂ€gern drunter? *schĂŒttel* Ihr schneidet also zwei Streifen Plastik zu, jeweils etwa 2 cm breit und 50 cm lang. Diese Streifen der LĂ€nge nach falten und zusammennĂ€hen (Nicht beide Streifen zu einem zusammennĂ€hen! Jeden Streifen der LĂ€nge nach zusammennĂ€hen!). Das könnte man sich sparen, aber alles andere am Kleid ist ja auch "gesĂ€umt". Dann die TrĂ€ger vorne ans Oberende der NĂ€hte wo Mittel- und Seitenteile aufeinanderstoßen nĂ€hen und hinten etwa 7-8 cm links und rechts des Reißverschlußes. LĂ€nge? Anprobieren!
So! Fertig ist das Candykleid! *sweet*

Noch ein Hinweis:
Da man den Plastikstoff nicht erstmal zuschneiden und mit Stecknadeln zusammenheften, dann anprobieren und Ă€ndern kann, empfiehlt es sich ein ProbestĂŒck aus billigem Stoff zu machen. Dann wißt ihr, daß ihr dem Schnittmuster trauen könnt, und die Sache ist sicherer und stressfreier.


Variationen


Empfehlung

Der Schnitt ist sehr einfach, aber das Material nĂ€ht sich fast noch blöder als Lack. Ich wĂŒrde das Teil vor allem Leuten empfehlen die schonmal was mit Lack genĂ€ht haben, wenn nicht: man kann das Kleid auch aus anderem Stoff schneidern dann wird es supereinfach!


Musiktipp

Soda empfiehlt, ganz originell, Iggy Pop mit "Candy" !





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