Wendearmstulpen



Stulpen

Autor: Miaka
Schwierigkeit: 2 von 4
2 Fotos dazu

In der Anleitung geht es um Armstulpen, die komplett gefĂŒttert sind und nach Lust und Laune gewendet werden können. Der Schnitt ist auf unelastische Stoffe ausgelegt, wenn man etwas elastisches nimmt kann man das ganze natĂŒrlich enger arbeiten.

Erstmal der Schnitt:
Schnitt

Die markierte Linie sitzt spĂ€ter am Handgelenk und ist daher auch am schmalsten. Diese engste Stelle sollte man aber (da wir ja unelastischen Stoff nehmen und keinen Verschluss haben) noch ĂŒber die Hand ziehen können. Um das zu erreichen macht man eine Hand einfach mal "klein", also legt den Daumen auf die HandflĂ€che und misst den Umfang an der stĂ€rksten Stelle der Hand.
Die LĂ€nge der markierten Linie sollte die HĂ€lfte dieses Umfangs (bei mir ~10cm, bei kleineren HĂ€nden weniger oder bei grĂ¶ĂŸeren entsprechend mehr) betragen.

Die höher gezogene Seite (links) liegt nachher auf dem HandrĂŒcken, die kĂŒrzere an den HandflĂ€chen. Ich habe diese LĂ€ngen nach GefĂŒhl gemacht, ihr könnt aber auch messen (jeweils Handgelenk bis an die Stelle, an der sie Stulpe enden soll).
Das ganze wird geschwungen verbunden. Wer am HandrĂŒcken eine richtige Spitze haben will macht einen 45°-Winkel zur LĂ€ngsnaht, wer das ganze wie ich eher sanft auslaufen lassen will nimmt einen weniger spitzen (oder gleich rechten) Winkel.

Nach unten misst man dann einfach vom Handgelenk aus die gewĂŒnschte LĂ€nge am Arm. Achtet darauf, den Armumfang an der Stelle zu messen, wo nachher der Saum sein soll. Die Saumlinie des Schnitts muss min. die HĂ€lfte dieses Maßes betragen. Wer es lockerer mag, nimmt ein bisschen mehr.

Alle verwirrt? Prima. Dann geht's los mit dem Zuschnitt.
Zuschnitt

Wir brauchen das erstellte Schnittteil viermal aus dem Oberstoff und viermal aus dem Futter, dabei je zwei Teile gegengleich. Am einfachsten ist es, wenn man sich den Stoff in den Bruch legt und einfach zweimal pro Stoff das Schnittteil auflegt, anzeichnet und ausschneidet.
Achtet darauf, dass der Fadenlauf (die lange Linie auf dem Schnittteil) parallel zur Webkante liegt. Das ist wichtig, um die Armstulpen nachher bequemer anziehen zu können, weil die meisten Gewebe in Schussrichtung (quer) ein bisschen mehr nachgeben als in Kettrichtung (lÀngs).
Nahtzugaben (rundherum) nicht vergessen!

Die folgenden Bilder zeigen immer nur eine Stulpe im Detail, wir machen natĂŒrlich zwei ;)

Wenn alles zugeschnitten ist werden die LĂ€ngsnĂ€hte geschlossen, gebĂŒgelt und die Nahtzugaben zurĂŒckgeschnitten:
LÀngsnÀhte

Danach werden alle NĂ€hte auseinandergebĂŒgelt, dafĂŒr empfiehlt sich ein Ärmelbrett:
BĂŒgeln

Dann bereiten wir den unteren Saum vor - dafĂŒr die untere Kante gleichmĂ€ĂŸig umfalten und bĂŒgeln. GenĂ€ht wird das spĂ€ter, erst kommt die Oberkante.
Saum umbĂŒgeln

Die Oberkante wird verstĂŒrzt. DafĂŒr ziehen wir das Futter auf rechts, der Oberstoff bleibt auf links:
Teile

Futter in den Oberstoff friemeln und an der Oberkante feststecken. Dabei natĂŒrlich darauf achten, dass das Futter nicht verdreht ist. Am besten geht das, wenn man Naht auf Naht steckt.
Stecken

Die Oberkante wird nun rundherum zusammengenÀht. Bei solchen kleinen runden NÀhten empfiehlt es sich, von der Innenseite aus zu nÀhen, so bekommt man das ganze am bequemsten unter die Maschine:
NĂ€hen

NĂ€hte wieder ausbĂŒgeln und Nahtzugaben radikal zurĂŒckschneiden, fĂŒr die geschwungene VerstĂŒrzkante können wir so wenig Nahtzugaben wie möglich gebrauchen. Das ist ein bisschen knifflig: Zu viel NZ drĂŒckt sich durch, legt sich in FĂ€ltchen und sorgt fĂŒr Ecken in der eigentlich runden Kante, bei zu wenig kann das ganze ausfransen.
Die Nahtzugaben der LÀngsnÀhte kann man mit einer spitzen Schere wie auf dem Foto rausschneiden, dann werden diese Stellen nicht so dick.
Nahtzugaben

Das ganze wird dann gewendet:
Wenden

Dann wird die Oberkante ordentlich ausgerollt (Futter und Oberstoff zwischen zwei Fingern rollen, bis die Naht da sitzt, wo sie hingehört), gebĂŒgelt und abgesteppt.
Steppen

Fehlt noch der untere Saum. Die beiden gebĂŒgelten BrĂŒche werden möglichst exakt aufeinandergesteckt, auch hier kann man sich wieder an den LĂ€ngsnĂ€hten orientieren, damit nichts verdreht ist.
Stecken

Rundherum steppen (wieder von der Innenseite) und bĂŒgeln:
Saum

Und fertig!
Fertig





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