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Black Tweety Shirt



Shirt mit Federbesatz

Autor: Pique
Schwierigkeit: 3 von 4
8 Fotos dazu

Tanzen bis die Federn fliegen...
Pique hat dieses ausgefallene schwarze Langarmshirt genäht. Aus dehnbarer Spitze mit Federkragen und -ärmeln, befestigt mit Druckknöpfchen, so dass man sie auch abnehmen kann. Kann man auch anziehen, wenn's draußen etwas kälter ist, da die Federn schön wärmen. Als Variante kann man das Shirt auch ohne Federn machen, dann ist es auf jeden Fall weniger Arbeit ;)...




Material


Preis



Anleitung

Zuerst der Schnitt: Falls ihr das Cherub Bondage Shirt oder was anderes langärmeliges schon genäht habt ( was für Anfänger auch zu empfehlen wäre ) könnt ihr einfach eure Maße und euren schnitt übernehmen. Mein Schnitt ist für Gr. 38 Brustumfang und Gr. 34 - 36 unten gerechnet ( ich hab eben einen unmöglichen Körper... ).

shirtärmel Die Ärmel werden doppelt ausgeschnitten, das Shirt-Teil auch, aber einmal mit tieferem Ausschnitt ( Vorderseite ) und einmal mit kleinem Ausschnitt ( Rückseite ).
Die Dehnrichtung des Stoffes soll wie beim Bondage Shirt quer sein, damit mein leicht hineinschlüpfen kann. Es soll sich ja in die Breite dehnen, nicht in die Länge ;)

Das Shirt darf übrigens auch ein bisschen enger sein, da sich der Stoff ziemlich stark dehnt, aber das kann man auch nachher beim Stecken noch angleichen. Rundherum nehme ich immer 1,5 cm Nahtzugabe, unten 3 cm und an den Ärmeln vorne 5 cm, weil Ärmel ja grundsätzlich gerne zu kurz werden.

So und jetzt geht's ans Stecken. Erst mal Vorder- und Hinterteil an den Schulternähten und an den Seiten zusammenstecken und probieren. Nachdem ihr alles schön angeglichen habt, unbedingt heften! ( der Stoff verzieht sich sonst wie Teufel ) - ihr erspart euch ‚ne Menge Ärger damit - und dann zusammennähen. Bei den Ärmeln genauso: die Seitennähte erst stecken, ausgleichen, heften und dann nähen. Ist ne langwierige Prozedur, aber dafür wird's auch genau.
Wenn die drei Teile fertig sind, Nahtzugaben auf ca. einen halben Zentimeter zurückschneiden und mit Zickzack-Stich säumen, damit sich nachher nichts auftrennt.

Der schwierigste Teil ist wie immer das Einnähen der Ärmel. Ich mach es immer so, dass ich den Ärmel umdrehe ( Nähte nach innen ) und den Shirtteil lasse ( Nähte nach außen ). Dann den Ärmel ins Shirt legen, sodass die Ärmelöffnung genau in der Ärmelöffnung vom Shirt liegt. Die untere Ärmelnaht kommt auf das Ende der Seitennaht vom Shirt. Dann feststecken und hoffen, dass es irgendwie passt... :-p
Nee... wenn man noch den Mittelunkt des Ärmels markiert ( dort wo im Bild die strichlierte Linie verläuft ) müsste das eigentlich klappen. Und wieder probieren und heften und nähen, Nahtzugabe wegschneiden und säumen. Jetzt sieht man auch schon so was wie ein richtiges Langarm - Shirt. sollte man zumindest...

Für den Ausschnitt das ganze anziehen und mit Stecknadeln die Rundung festlegen. Hinten lasst ihr euch am besten dabei helfen. Wenn der Ausschnitt passt, die Kante doppelt einschlagen, damit man nicht Säumen muss und mit einem leichten Zickzack - Stich festnähen.
Genauso markiert ihr die Ärmellänge und die Länge des Shirts, doppelt einschlagen und mit Zickzack festnähen. Das Spitzenshirt wäre also fertig. Wer will, muss auch keine Federn mehr dran machen, es sieht auch so sehr edel aus.

Alle anderen nehmen jetzt die Federboa zur Hand und - Schreck - die Schere. Ja, ihr habt euch nicht verhört, wir zerschnippeln die schöne teure Federboa...
Den Halsausschnitt GROSSZÜGIG abmessen und dann noch ca. 7 cm dazu - und Schnipp. Genauso bei den Ärmeln. Wichtig ist, dass ihr wirklich großzügig messt, sonst sieht das ganze sehr ärmlich und ausgerupft aus. Die Federboa müsste leicht ausreichen, besser man gibt 5 cm mehr dazu, abschneiden geht ja noch immer. Beim Schneiden die Federn vorsichtig auseinander teilen, bis man nur noch den Schnurteil in der Hand hält, wo alles zusammengemacht ist. Nur dort schneiden, nicht die Federn!
Die 3 Teile könnt ihr erst mal beiseite legen. Jetzt kommt nämlich die wirkliche Arbeit: Druckknöpfchen annähen. 13 kommen an den Halsausschnitt und jeweils 5 an die Ärmel. Also zuerst alle Knöpfchen teilen und dann die Stellen wo die unteren Teilchen angenäht werden sollen mit Nadeln markieren. Hinten in der Mitte müssen zwei nebeneinander genäht werden, weil dort der Anfang und das Ende der Federn befestigt werden müssen. Stunden später, nachdem ihr alle Knöpfchen festgenäht habt, das selbe bei den Ärmeln und nicht vergessen, an der Nahtstelle wieder 2 nebeneinander nähen.
Wie befürchtet müssen aber noch die Oberteile der Knöpfchen an die Federn genäht werden, genauer gesagt an den Mittelteil, also die Schnur, die die Federn hält. Und das auch noch im richtigen Abstand.

feder Das war es dann aber auch endlich und man kann die Federn mit den Knöpfchen am Shirt festdrücken, so wie man das auf dem Bild sieht...ähhh...sehen sollte.
ReinschlĂĽpfen und erst mal grĂĽndlich schĂĽtteln und im Spiegel bestaunen :)...

Zum Abschluss noch ein was Wichtiges: das Shirt besser nicht bei Regen anziehen (nasse Federn - igitt) und zum Waschen natĂĽrlich die Federn abnehmen!



Variationen


Empfehlung

Anfänger sollten vielleicht zuerst ein anderes Shirt mit Ärmeln probieren, da es bei dehnbarem Stoff doch ein bisschen schwieriger ist. Ansonsten sind zwar die Druckknöpfchen ein wenig mehr Arbeit, aber das lässt sich mit guter Musik auch bewältigen.


Musiktipp

Das ganze ist eher ein klassisches Teil also würde ich vorschlagen: Lacrimosa "Fassade". Wer das überhaupt kein bisschen aushält (sind ja scheinbar einige hier...) vielleicht L'ame Immortelle oder so in die Richtung.






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