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Schrägband selber machen



Schrägband

Autor: Natron
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Schrägband kann man selber machen, wenn man zB welches aus demselben Stoff wie die Klamotte möchte oder eine bestimmte Farbe sucht. Schön sind auch gemusterte Schrägbandstreifen.

Es funktioniert mal allen gewebten Stoffen die schräg zum Fadenlauf gezogen nachgeben. Am besten funktioniert es mit einfachen dünnen unelastischen Baumwollstoffen. Satin geht natürlich auch, mit Sprühstärke gebügelt lässt er sogar ganz entspannt verarbeiten und rutscht weniger.

Man kann, wenn man eine ganz gerade Kante einfassen möchte auch einen geraden Streifen nehmen, also parallel zur Webrichtung zugeschnitten. Ein schräg zur Webrichtung zugeschnittener Streifen passt sich dagegen auch an geschwungene Kanten wunderschön an.

Wenn man Schrägband also wirklich schräg zuschneiden will gibt es einen kleinen Trick.


Schrägband selber machen
Man braucht ein quadratisches Stück Stoff, schön glatt gebügelt. Die Fäden verlaufen parallel zu den Kanten.

Die Kantenlänge a des Quadrates sollte man darauf abstimmen wie breit das fertige Schrägband sein soll und natürlich wie viel Schrägband man haben möchte. Das genau auszurechnen ist nicht ganz einfach, aber nicht verzagen, dafür haben wir den Schrägband-O-Mat! Ihr gebt ein wie viel Band ihr in welcher Breite (gemeint ist die Breite im auseinander gefalteten Zustand!) benötigt und er sagt euch die gesuchte Kantenlänge. Da das nicht immer genau aufgeht werdet ihr in den meisten Fällen etwas mehr Band rauskriegen als angegeben, aber es ist bekanntlich besser zu viel Band als zu wenig zu haben :)


Zu der errechneten Kantenlänge a gebt ihr rundherum noch Nahtzugaben dazu. Je ordentlicher und gleichmäßiger ihr hier arbeitet, desto einfacher wird es später.

Schrägband selber machen
Das Quadrat wird diagonal geteilt, so daß man zwei dreieckige Stücke bekommt. Die Dreiecke werden andersrum wieder zusammengenäht. Die Kanten die zusammengefügt werden sind in der Zeichnung rot markiert.


Man erhält ein Parallelogramm (ulkiges Wort übrigens ;)). Die Nahtzugaben werden platt auseinandergebügelt.

Wer im Band später weniger Nahtstellen haben will kann natürlich auch gleich ein solches Parallelogramm zuschneiden. Hier brauchen wir dann nur noch Nahtzugaben an der oberen und unteren Kante, an den schrägen Kanten nicht. Achtet beim Zuschneiden auf den Fadenlauf!


Hier werden jetzt Linien aufgemalt, parallel zu den schrägen Kanten und in gleichmäßigem Abstand. Markiert an beiden Kanten die Striche in dem Abstand b den euch der Schrägband-O-Mat genannt hat. Dann verbindet ihr die Markierungen zu Linien.
Natürlich ist der Abstand b breiter als eure gewünschte Schrägbandbreite, das liegt daran, dass die Linien ja schräg aufgezeichnet werden. Wenn ihr im 45° Winkel messt, werdet ihr feststellen, dass die Breite stimmt.
Wenn ihr fertig seid wird das Parallogramm zu einer Röhre zusammengefügt. Dabei treffen die obere und untere Kante in der Zeichnung aufeinander, allerdings ein wenig versetzt. Die Stellen die zusammentreffen sind rot markiert. Es bleibt also an jedem Ende ein "Zipfel" stehen. Wichtig ist, dass die markierten Linien später exakt aufeinandertreffen, sie dürfen nicht versetzt sein.


So sieht es dann als Röhre aus. Damit man besser erkennt wie die Kanten versetzt zusammengenäht werden hier noch eine Draufsicht auf die Naht (hellrot). Bügelt die Nahtzugaben wieder auseinander, dabei ist es nicht schlimm wenn ihr die Röhre platt bügelt.

Mit diesem Trick erzeugt man ein langes Schrägband, statt vieler einzelner kurzer Streifen. Jetzt kann die Röhre spiralförmig entlang der markierten Linien (die sich auch magischerweise zu einer einzigen zusammengesetzt haben) aufgeschnitten werden. Und fertig ist das Schrägband! Das grenzt schon fast an Zauberei, oder?

Jetzt nur noch in Form bügeln. Dazu bügelt ihr das ganze Band erst mal wieder glatt, dann faltet ihr es der Länge nach in der Mitte (rechte Seite außen) und bügelt diesen Knick. Damit ist die Mitte markiert. Faltet das Band wieder auf und faltet dann die Seiten um, so dass sie an dieser Mittellinie zusammenstoßen (wieder rechte Seite außen). Noch mal bügeln und fertig ist das Band.
Es gibt übrigens auch ein kleines Hilfsmittel zum Bügeln von selbstgemachtem Schrägband, einen sogenannten Schrägbandformer, damit geht das in einem Rutsch und man verbrennt sich nicht die Finger am Bügeleisen. Fragt den Kurzwarenhändler eures Vertrauens ;)

Wie man Schrägband annäht und was für Tricks es dabei noch gibt könnt ihr hier in den Tipps nachlesen.





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