SchrÀgband selber machen



SchrÀgband

Autor: Natron
Schwierigkeit: 2 von 4
5 Fotos dazu

SchrÀgband kann man selber machen, wenn man zB welches aus demselben Stoff wie die Klamotte möchte oder eine bestimmte Farbe sucht. Schön sind auch gemusterte SchrÀgbandstreifen.

Es funktioniert mal allen gewebten Stoffen die schrĂ€g zum Fadenlauf gezogen nachgeben. Am besten funktioniert es mit einfachen dĂŒnnen unelastischen Baumwollstoffen. Satin geht natĂŒrlich auch, mit SprĂŒhstĂ€rke gebĂŒgelt lĂ€sst er sogar ganz entspannt verarbeiten und rutscht weniger.

Man kann, wenn man eine ganz gerade Kante einfassen möchte auch einen geraden Streifen nehmen, also parallel zur Webrichtung zugeschnitten. Ein schrÀg zur Webrichtung zugeschnittener Streifen passt sich dagegen auch an geschwungene Kanten wunderschön an.

Wenn man SchrÀgband also wirklich schrÀg zuschneiden will gibt es einen kleinen Trick.


SchrÀgband selber machen
Man braucht ein quadratisches StĂŒck Stoff, schön glatt gebĂŒgelt. Die FĂ€den verlaufen parallel zu den Kanten.

Die KantenlĂ€nge a des Quadrates sollte man darauf abstimmen wie breit das fertige SchrĂ€gband sein soll und natĂŒrlich wie viel SchrĂ€gband man haben möchte. Das genau auszurechnen ist nicht ganz einfach, aber nicht verzagen, dafĂŒr haben wir den SchrĂ€gband-O-Mat! Ihr gebt ein wie viel Band ihr in welcher Breite (gemeint ist die Breite im auseinander gefalteten Zustand!) benötigt und er sagt euch die gesuchte KantenlĂ€nge. Da das nicht immer genau aufgeht werdet ihr in den meisten FĂ€llen etwas mehr Band rauskriegen als angegeben, aber es ist bekanntlich besser zu viel Band als zu wenig zu haben :)


Zu der errechneten KantenlĂ€nge a gebt ihr rundherum noch Nahtzugaben dazu. Je ordentlicher und gleichmĂ€ĂŸiger ihr hier arbeitet, desto einfacher wird es spĂ€ter.

SchrÀgband selber machen
Das Quadrat wird diagonal geteilt, so daß man zwei dreieckige StĂŒcke bekommt. Die Dreiecke werden andersrum wieder zusammengenĂ€ht. Die Kanten die zusammengefĂŒgt werden sind in der Zeichnung rot markiert.


Man erhĂ€lt ein Parallelogramm (ulkiges Wort ĂŒbrigens ;)). Die Nahtzugaben werden platt auseinandergebĂŒgelt.

Wer im Band spĂ€ter weniger Nahtstellen haben will kann natĂŒrlich auch gleich ein solches Parallelogramm zuschneiden. Hier brauchen wir dann nur noch Nahtzugaben an der oberen und unteren Kante, an den schrĂ€gen Kanten nicht. Achtet beim Zuschneiden auf den Fadenlauf!


Hier werden jetzt Linien aufgemalt, parallel zu den schrĂ€gen Kanten und in gleichmĂ€ĂŸigem Abstand. Markiert an beiden Kanten die Striche in dem Abstand b den euch der SchrĂ€gband-O-Mat genannt hat. Dann verbindet ihr die Markierungen zu Linien.
NatĂŒrlich ist der Abstand b breiter als eure gewĂŒnschte SchrĂ€gbandbreite, das liegt daran, dass die Linien ja schrĂ€g aufgezeichnet werden. Wenn ihr im 45° Winkel messt, werdet ihr feststellen, dass die Breite stimmt.
Wenn ihr fertig seid wird das Parallogramm zu einer Röhre zusammengefĂŒgt. Dabei treffen die obere und untere Kante in der Zeichnung aufeinander, allerdings ein wenig versetzt. Die Stellen die zusammentreffen sind rot markiert. Es bleibt also an jedem Ende ein "Zipfel" stehen. Wichtig ist, dass die markierten Linien spĂ€ter exakt aufeinandertreffen, sie dĂŒrfen nicht versetzt sein.


So sieht es dann als Röhre aus. Damit man besser erkennt wie die Kanten versetzt zusammengenĂ€ht werden hier noch eine Draufsicht auf die Naht (hellrot). BĂŒgelt die Nahtzugaben wieder auseinander, dabei ist es nicht schlimm wenn ihr die Röhre platt bĂŒgelt.

Mit diesem Trick erzeugt man ein langes SchrÀgband, statt vieler einzelner kurzer Streifen. Jetzt kann die Röhre spiralförmig entlang der markierten Linien (die sich auch magischerweise zu einer einzigen zusammengesetzt haben) aufgeschnitten werden. Und fertig ist das SchrÀgband! Das grenzt schon fast an Zauberei, oder?

Jetzt nur noch in Form bĂŒgeln. Dazu bĂŒgelt ihr das ganze Band erst mal wieder glatt, dann faltet ihr es der LĂ€nge nach in der Mitte (rechte Seite außen) und bĂŒgelt diesen Knick. Damit ist die Mitte markiert. Faltet das Band wieder auf und faltet dann die Seiten um, so dass sie an dieser Mittellinie zusammenstoßen (wieder rechte Seite außen). Noch mal bĂŒgeln und fertig ist das Band.
Es gibt ĂŒbrigens auch ein kleines Hilfsmittel zum BĂŒgeln von selbstgemachtem SchrĂ€gband, einen sogenannten SchrĂ€gbandformer, damit geht das in einem Rutsch und man verbrennt sich nicht die Finger am BĂŒgeleisen. Fragt den KurzwarenhĂ€ndler eures Vertrauens ;)

Wie man SchrĂ€gband annĂ€ht und was fĂŒr Tricks es dabei noch gibt könnt ihr hier in den Tipps nachlesen.





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