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Einfaches Mittelalterkleid



Langes Kleid

Autor: Lamia
Schwierigkeit: 2 von 4
12 Fotos dazu

Material: Mehr braucht man fĂĽr die Grundvariante nicht. FĂĽr Variationen schaut weiter unten.

Preis:
Leinen ist recht teuer, teilweise 15€ der Meter, aber mit Baumwolle kommt man unter anderem sehr günstig weg, ca. 5€, manchmal weniger.


Anleitung:
Es kann hilfreich sein, eine Freundin zur Hand zu haben für den Anfang. Stoff ist meistens längs gefaltet, wenn ihr ihn kauft. Faltet ihn auseinander und legt ihn danach quer zusammen. D.h. ihr habt dann ein ca 150x150cm Quadrat auf dem Boden liegen. [Baumwolle und Leinen unbedingt vorwaschen, die laufen ein! -Natron]

Legt euch nun drauf, mit den Schultern an den Stoffbruch, also wo ihr es gefaltet habt. Streckt die Arme entlang der Kante aus. Hier braucht ihr jetzt eventuell Hilfe, es ist zumindest zu zweit einfacher.
Nehmt Schneiderkreide und umfahrt (oder lasst umfahren) euren Körper folgendermaßen: Von den Achseln bis zur Hüfte und von den Achseln bis zu euren Ellbogen. Markiert außerdem wo euer Hals ist. Jetzt könnt ihr wieder aufstehen.

Die Striche sind erstmal nur eine grobe Orientierung, vergesst nicht, dass euer Körper nicht so flach ist, wie ihr ihn gerade aufgemalt habt (das ist mir beim ersten Mal passiert). Um sicherzugehen, dass es im Endeffekt passen wird, nehmt euren Brustumfang und teilt ihn durch 2. So breit sollte das Oberteil mindestens sein. Gebt aber gerne nochmal 5-10 cm zu, das kann später durch die Schnürung wieder in Form gebracht werden.

Jetzt zieht ihr mit der Kreide einen Strich von der Hüfte des Kleides an die untere Ecke des Stoffes auf beiden Seiten. An den Ärmeln zieht ihr vom Ellbogen (wahlweise auch schon von der Achsel aus) einen schrägen Strich nach unten, soweit wie ihr die Ärmel eben ausstellen wollt. (Vergesst auch bei den Ärmeln nicht, dass euer Arm nicht so flach ist, wie die Zeichnung)
Nun zeichnet ihr am Hals noch den gewünschten Ausschnitt ein (rund, eckig, V, je nach Wunsch und Nähvermögen).
Damit habt ihr im Prinzip euern Schnitt.



Steckt ihn nun grob zusammen und schneidet ihn mit Nahtzugabe aus, der Stoffbruch oben bleibt geschlossen. Jetzt könnt ihr das Kleid ein erstes Mal Probetragen. Schaut, wo es noch zu eng ist und steckt entsprechend um.
Wenn alles nach Zufriedenheit ist, könnt ihr anfangen zu nähen. Im Prinzip könnt ihr die Naht links und die Naht rechts in einem Aufwasch schließen und das Kleid außen zusammennähen. Danach nochmal Sicherheitsprobieren. Wenns passt, Nähte versäubern, es sei denn ihr habt einen Stoff der nicht ausfranst. Dann den Rocksaum und die Ärmelsäume umnähen, am besten indem ihr den Stoff zweimal nach innen schlagt und dann drübernäht. Sieht am besten aus.

Ich fand den schwierigsten Teil den Kragen, ich hab einen eckigen.
Das wichtigste ist natürlich, dass euer Kopf durchpasst. Im Durchschnitt sind ca. 20 cm in der Breite erforderlich, probiert es einfach und zeichnet euch den Ausschnitt so tief wie ihr ihn gern hättet. Vergesst auch nicht hinten eine kleine Rundung einzufügen.
Damit der Kragen schön aussieht, empfiehlt es sich einen Beleg aufzunähen. Ihr könnt auch einfach versuchen nur umzunähen, aber das ist auch nicht viel einfacher und sieht nicht so gut aus.
Um einen Beleg zu erstellen, braucht ihr nochmal ein StĂĽck von eurem Stoff, auf den ihr den Umriss eures Kragens aufzeichnet und einen ca. 5 cm breiten Streifen daraus macht.



So sieht das für einen runden Kragen aus. Für hinten das selbe. Diese Stücke werden nun so mit dem Kragen zusammengenäht, dass ihr die Teile dann nach innen klappen könnt. Damit sich der Stoff nicht wellt (bei einem runden Ausschnitt), die Nahtzugabe vorsichtig in Abständen bis kurz vor die Naht einschneiden.
Wem das zu undeutlich war, sputnikkid hat bei ihrem Autumn-Faerie-Mittelalterkleid eine sehr schöne Anleitung.

Habt ihr das geschafft, seid ihr schon so gut wie fertig. Jetzt fehlt nur noch die SchnĂĽrung. Sucht euch aus, wo ihr sie haben wollt (bei der Grundvariante am besten hinten oder an den Seiten).
Für Schnürung hinten, setzt das oberste Loch unter euer Schulterblatt und das tiefste an der Hüfte und verteilt so viele ihr wollt dazwischen (ich empfehle ca. 4-5 pro Seite). Entweder ihr näht einfach Knopflöcher oder ihr haut Ösen rein. Wenn der Stoff stark genug ist, könnt ihr das so machen, wenn es nur Baumwolle ist, bügelt mindestestens 1-2 Lagen Vlieseline dahinter, damit die Ösen nicht ausreißen. Dann noch Schnur durch und fertig.


Variationen:





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