Material
- Oberstoff (was immer ihr wollt)
- Futterstoff (am besten irgendwas Kuschliges)
- zwei Schlüsselanhängerringe
- 1m Kordel
- Teddywatte
Preis
- Stoffe: ca. 1-2 Euro zusammen
- Kordel: 1 Euro
- Schlüsselanhängerringe: 1 Euro
- Teddywatte: gab's bei mir im Bettenhaus, 1,50 Euro für eine ganze Tüte voll
Anleitung
Erst einmal solltet ihr euch überlegen, wie groß euer Muff werden soll. Meiner (für Durchschnittsfrauenhände *g*) ist insgesamt 28 cm breit. Rundrum gemessen komme ich auf 32 cm, was mit ein bisschen Mathematik zu ca. 10 cm Durchmesser führt.
Wer's genau wissen will: 2 * Pi (3,141) * r (Radius) = Umfang
2 * 3,141 * r = 32
r = 5,09
Radius ist halber Durchmesser, also 5,09 * 2 = 10,18
Wenn ihr also nen größeren Durchmesser wollt, könnt ihr euch so ausrechnen, wie lang euer Stoffstreifen für den Oberstoff sein muss. Bei mir wie gesagt misst der Oberstoff 26 cm * 32 cm.
Kommen wir zum Futterstoff. Da sich die Futterstoffwurst in der Oberstoffwurst befindet, muss der Futterstoff also nicht ganz so lang [Umfang kann ca. 1 cm kleiner sein -Natron] sein (ich hab das bei mir allerdings vernachlässigt, geht auch so).
Allerdings muss der Futterstoff breiter sein als der Oberstoff, schließlich soll er ja links und rechts herauslugen. Schaut euch am besten mal die Fotos an, ein Bild sagt mehr als tausend Worte ;-)
Soll das Futter also auf jeder Seite 1 cm herausschauen, brauchen wir für die Breite des Futterstoffs die Breite des Oberstoffs plus 4 * 1 cm (26 cm + 4 cm). Auf jeder Seite schaut 1 cm raus, also 26 cm + 2 cm gibt 28, so breit wie mein Muff ist. [Der sichtbare Futterstoff liegt doppelt, daher gibt man die 4fache Menge zu -Natron]

Schneidet die beiden Teile zu, Nahtzugaben nicht vergessen, und steckt die beiden Teile auf rechts auf rechts zusammen, Kante an Kante. Jetzt näht ihr diese fest und verfahrt mit der anderen Seite genauso. Hierbei ist jetzt natürlich der Oberstoff nicht so breit wie der Futterstoff.
Habt ihr beide Nähte gemacht, dreht ihr euren Muff-in-progress richtig herum. Nun 'verteilt' ihr den überschüssigen Futterstoff auf beide Seiten gleichmäßig (bei uns also 1 cm je Seite). Ich habe die Nahtzugaben so hingeklappt, dass sie in der entstehenden Kante liegen, da so könnt ihr euch das Versäubern sparen. Näht an beiden Seiten sauber an der Kante Oberstoff-Futterstoff entlang.
Jetzt klappt ihr den Muff in der Mitte zusammen, dass sich die noch nicht genähten Kanten von Ober- und Futterstoff berühren, und zwar so, dass der Futterstoff außen ist. Jetzt könnt ihr den Oberstoff an der oberen Kante zusammennähen.
Die entstandene Wurst füllt ihr jetzt richtig schön dick mit Teddywatte [zwischen Futter und Oberstoff stopfen -Natron], dann wird der Futterstoff (von Hand) zusammengenäht und die Kanten, wo sich die Futterstoffaußenränder berühren, versäubert.
Fertig ist die Wurst.
Nein, ihr habt keinen Fehler gemacht. Natürlich müsst ihr das Ganze jetzt noch wenden, schön vorsichtig, damit die Nähte nicht platzen. Wenn jetzt im einen Teil des Muffs mehr Teddywatte ist als im andren, schüttelt und drückt den Muff ein bisschen, bis sich die Watte wieder verteilt hat.
Jetzt näht ihr noch die beiden Schüsselanhängerringe an den Muff, dort wo sich Ober- und Futterstoff berühren. Achtet darauf, dass ihr genug Stiche macht, schließlich soll ja das Gewicht eurer Hände vom Muff getragen werden. Zum Schluss knotet ihr noch die Kordel an die Ringe.
Fertig!
Variationen
Der Muff verträgt natürlich jegliche Art von Deko, Satinschleifchen, Spitze, aufgenähte Perlen, was auch immer euch einfällt.
Empfehlung
Meiner Meinung nach ist der Muff auch für absolute NähanfängerInnen überhaupt kein Problem.
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