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Falsche Manschetten



Manschetten

Autor: Pitchfairy
Schwierigkeit: 1 von 4
4 Fotos dazu

Was macht man, wenn man was Kurz√§rmeliges anziehen m√∂chte, sich aber an den Handgelenken "nackig" f√ľhlt‚Ķ richtig, man bindet sich wahlweise Armb√§nder drum, zieht Handschuhe an, solche Sachen eben. Ich hatte mir aber Manschetten eingebildet und da gerade kein altes Hemd zur Hand war, wo man diese abschneiden konnte (und ich auch die Manschetten passend zum Outfit haben wollte), musste ich sie selbst n√§hen. Und da ich der Meinung bin, dass dies durchaus a) anf√§ngertauglich und b) ein tolles Accessoire ist, erkl√§r ich gleich noch, wie das genau geht.


Los geht's!

Wir brauchen:



Preis:
das ist eine richtige Resteverwertung, also ihr m√ľsst nicht ma√ülos viel Geld daf√ľr ausgeben

Als erstes messen wir bitte den Handgelenkumfang, das waren bei mir 18 cm, und konstruieren folgendes Schnittmuster. Dabei ca. 5 cm am unteren Rand zugeben, damit es am Ende auch schick aussieht und nicht zu eng ist. Das Bild zeigt meine Maße, ihr solltet analog eure Maße einsetzen.

Nun zeichnet das Ganze auf Ober- und Unterstoff, von jeder Sorte bitte 2 Stoffteile anzeichnen und schneidet die Teile aus, Nahtzugaben sind hier je 2 cm vorgesehen.

Als n√§chstes sollte man evtl. den Oberstoff mit B√ľgelvlieseline verst√§rken, damit es am Ende gut h√§lt und nicht so schlabberig rumh√§ngt, wenn man die Manschetten tr√§gt. Nun verst√ľrzt man je ein Teil verst√§rkten Oberstoff und das passende Gegenst√ľck Unterstoff, dabei zun√§chst die beiden "kurzen" Seiten und die lange obere Seite schlie√üen, so dass eine Art Sack entsteht.

Die untere Seite bleibt erstmal offen, sonst bekommt man das Ganze nicht gewendet. Nun n√§hen und die Nahtzugaben anschlie√üend auf ca. 5 mm zur√ľckschneiden, an den Ecken bis knapp zur Naht schr√§g abschneiden, damit es keine unsch√∂nen Knubbel gibt nach dem Wenden.

Jetzt wird erstmal geb√ľgelt, damit die Teile sch√∂n glatt werden, dabei m√∂glichst gleich die Nahtzugaben an der offenen Seite nach innen b√ľgeln (evtl. vorher feststecken und heften). Zum Schlie√üen wird nun ganz knapp am Rand entlang gen√§ht, damit steppt man die Nahtzugaben gleich innen fest.

So, sieht schon ganz gut aus, aber noch nicht so ganz wie eine Manschette, also klappt man die beiden Teile jeweils am "Knick" um und b√ľgelt (oder besser noch d√§mpft) den Knick.

Prima, jetzt fehlt noch der letzte Schliff, sprich‚Ķ ein Verschluss. Ich habe mich f√ľr Kn√∂pfe entschieden und demzufolge an jedem Teil Knopfl√∂cher und Kn√∂pfe angebracht, aber das bleibt jedem selbst √ľberlassen.

Und so sieht das Ganze dann am Handgelenk aus. In meinem Fall sieht man die Knöpfe in getragenem Zustand nicht, aber das kann jeder nach Gusto lösen. Druckknöpfe gehen sicher auch oder durchgehende Manschettenknöpfe.

Varianten:



Hinweis
Ich hab es am Anfang schon geschrieben, dies ist ein absolut anf√§ngertaugliches St√ľck N√§hwerk und au√üerdem find ich, dass solche Manschetten ein Outfit durchaus vervollst√§ndigen k√∂nnen. Ich hoffe, dass die Anleitung verst√§ndlich ist und man an Hand der Bilder das Ganze gut nachmachen kann. Ich w√ľnsch jedenfalls viel Spa√ü beim N√§hen!

Musiktipp:
Pitchfairy empfiehlt Project Pitchfork - irgendwas von den √§lteren St√ľcken, z.B. das Album IO





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