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Coffin-Kleid



Langes Kleid

Autor: Soda
Schwierigkeit: 2 von 4
10 Fotos dazu

...wearing spiderwebs!

Ein supersexy Stretchkleid aus dramatischem transparenten Crinkle-Tüll in Spinnenweb-Weiß. Wadenlang, hinten mit Gehschlitz bis zum Knie. Mit Trägern aus weißem Satinband mit dem auch alle Säume umnäht sind. Gerader Ausschnitt, daher auch bestens für einen weißen Bandeau-BH "drunter" geeignet.




Material


Preis

Hier haben wir einen Stoffrest genommen, den es in der Stoffabteilung des Kaufhauses auf dem Grabbeltisch gab, der hat vielleicht 7 € gekostet. Normalerweise ist so ein Stoff vermutlich etwas teurer. So 15 € würde ich jetzt mal schätzen.
Das Satinband kostet etwa 2 €.
Mit 20 € sollte man schon etwa hinkommen.


Anleitung

Unsere Längen- und Breitenangaben sind nur Orientierungswerte. Messt euch selber nach und nehmt eure eigenen Werte!

Die benötigten Maße sind: Länge des Kleides (hier 120 cm), Brustumfang (hier 90 cm), Taillenumfang (hier 80 cm), Hinternumfang (hier 90 cm).

Stoff zerschneiden Aus dem Stoff werden 2 schmale Teile geschnitten, jeweils 120 x 50 (50 entsprechen hier dem halben Hinterumfang plus Nahtzugabe), und zwar so, dass sie in der Breite(!) (50 cm) elastisch sind, nicht in der Länge (120 cm). Die beiden Teile passgenau aufeinander legen und folgende Maße (von der Mitte aus gemessen) markieren: Oben der halbe Brustumfang, etwa 20 cm tiefer der halbe Taillenumfang und nochmal 15 cm tiefer der halbe Hinternumfang (Siehe Bild am besten). Da werden später die Seitennähte gemacht, jetzt wird das ganze erstmal mit Stecknadeln zusammengesteckt und anprobiert (Vorsicht, die Dinger fallen ganz leicht wieder raus, Geduld haben! Und nicht stechen, wenns geht :-) Wenn es nicht stimmt, am besten von jemand anderem die Nähte korrigieren lassen bis das Ganze richtig sitzt. Bis zum Hintern soll das Kleid eng sitzen, darunter einfach den Hinternumfang als Weite nehmen.

Die Tücke bei Stretchstoff ist eben, dass man immer nochmal probieren muß, wie es denn nun wirklich sitzt. Das Ganze darf jetzt nicht zu eng werden, damit man aus dem Kleid auch wieder raus kommt. Zu weit sieht auch nicht aus, weil dann Falten entstehen. Das ist für ungeübte Hände vermutlich ganz schön nervig, geb ich zu.

Wenn alles sitzt und gut aussieht vorsichtig das gute Stück ausziehen (wenn das nicht geht, ist das Kleid zu eng gesteckt!) und aufpassen, dass die Stecknadeln nicht rausfallen. Wenn doch welche raus sind, ist das nicht so schlimm, dann einfach auf der anderen Seitennaht schauen wies dort aussieht und das übernehmen. Überhaupt sollten die beiden Seiten eventuell noch etwas angeglichen werden, damit das Kleid nachher nicht schief oder verdreht ist. Wurde viel verändert, eventuell nochmal anprobieren. Ein bisschen Tricksen ist bei Stretchstoff aber durchaus erlaubt.

So, dann kann ja genäht werden (endlich! *seufz*). Einfach den Stecknadelmarkierungen folgen. Hier kann man einen ganz einfachen Stich (bei der Nähmaschine) verwenden, Zickzack ist nur bei den Quernähten nötig.

Nochmal anziehen, und die gewünschte Länge markieren, zusätzlich noch bis wohin der Gehschlitz gehen soll. Darauf achten, dass das Kleid oben richtig sitzt, dh in der richtigen Höhe.
Ausziehen, unten den Saum (gerade!) abschneiden (wird nicht umgefaltet oder genäht, das machen wir mit dem Satinband), dann hinten in der Mitte (aufpassen) den Schlitz markieren und einschneiden.

Saum mit Satinband
Der Saum wird rundherum mit Satinband eingefasst. Dazu das Band der Länge nach in der Mitte falten und um den Stoffrand legen, feststecken (aufpassen, dass nichts rausrutscht) und mit schmalen Stichen nähen. Mit dem Schlitz genauso verfahren, dabei darauf achten, dass die Ecken sauber aussehen. Schlitz umnähen

Jetzt nochmal anziehen (nerv!) und oben den Ausschnitt festlegen (stecken), einfach gerade quer rüber. Hier beim Vorderteil (und zwar nur da!) auch wieder nur abschneiden, nicht umfalten (wenn die Seitennähte beim Abschneiden in Dutt gehen, mit ein paar Stichen sichern). Hinten wird der Saum normal umgefaltet, festgesteckt und mit Zickzackstichen (Wichtig, Elastizität erhalten!) festgenäht. Vorne (UND NUR VORNE!!) mit Satinband einfassen wie beschrieben. Wenn der Ausschnitt durch das Satinband zu locker geworden ist, kann man hinten von innen ein (weißes!) schmales Gummiband gegen den Saum nähen.

Jetzt aus dem (gefalteten) Satinband zwei Träger in der gewünschten Länge zuschneiden und vorne und hinten annähen (möglichst gleich auf beiden Seiten). Das Satinband muß hierbei nicht zusammengenäht werden, es reicht es einfach zu knicken. Aber wer der Sache nicht traut, näht jedes Band halt nochmal der Länge nach zusammen.

So, jetzt sind wir auch schon fertig! Rechner aus und vor den Spiegel rennen :-)


Variationen


Empfehlung

An sich ist das Kleid keine schwere Aufgabe, aber das Abstecken in dem dünnen elastischen Stoff kostet Nerven. Wir empfehlen diese Klamotte deshalb vor allem Leuten mit etwas Näherfahrung oder einem hilfreichen Mitmenschen.


Musiktipp

Soda sagt: "Zum Coffin-Kleid passt Cradle Of Filth, das ist morbide und sexy."





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