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Motivknöpfe



Knöpfe

Autor: Natron
Schwierigkeit: 2 von 4
4 Fotos dazu

Kn√∂pfe kann man immer brauchen. Und so sch√∂ne besonders! Ihr k√∂nnt euch ganz nach Herzenslust austoben, Form, Farbe, Gr√∂√üe, alles ist euch √ľberlassen. Damit wertet man gekaufte Blusen/Hemden auf oder verziert die Umh√§ngetasche. Und mit einer Abdruckform kann man immer wieder zahllose Kn√∂pfe machen!


Material


Preis

Fimo kostet etwa 2 Euro pro Block, das wird ein preiswertes Bastelvergn√ľgen.


Anleitung

Generelle Tipps zu Fimo:
FormenvielfaltZuerst brauchen wir eine Abdruckform (Negativform) in der die Kn√∂pfe geformt werden. Die stellen wir uns nat√ľrlich auch selber her. Ihr k√∂nnt daf√ľr vorhandene Kn√∂pfe nehmen, Schmuckanh√§nger, Perlen, Magneten, Push-Pins, alles was eine reliefartig ausgeformte Oberfl√§che hat, ein festes Material (vorzugsweise Plastik oder Metall), und nat√ľrlich die richtige Gr√∂√üe. Dabei ist es egal ob es ein dreidimensionales Objekt ist, also zB eine Perle oder ob das Objekt auf der R√ľckseite abgeflacht ist (wie ein Knopf), allerdings sollte es nicht zu d√ľnn sein, sonst wird der Knopf sehr flach und das macht sich schlecht.

Alternativ kann man sich die Positivform von der der Abdruck genommen wird auch selber herstellen. Aus Fimo! Ihr nehmt eine gut weichgeknetete kleine Kugel und dr√ľckt sie auf den Tisch so dass die R√ľckseite flach wird (es empfiehlt sich auf einem St√ľck Backpapier zu arbeiten um eventuelle wei√üe Tische nicht zu verf√§rben und die Fimoteile sp√§ter besser abnehmen zu k√∂nnen). Dann schneidet und dr√ľckt ihr so lange an dem Fimo rum bis ihr eure gew√ľnschte sp√§tere Knopf-Form habt. Ihr k√∂nnt auch Teile ansetzen, Muster eindr√ľckn, was immer euch in den Sinn kommt. Hier sind der Kreativit√§t kaum Grenzen gesetzt. Die R√ľckseite mit Loch oder √Ėsen interessiert uns jetzt noch nicht. Achtet darauf dass die Oberfl√§che sch√∂n glatt ist und die Kanten ordentlich, kleine Risse und Falten zeigen sich sp√§ter im fertigen Knopf wieder.
Dieses Fimoteil kommt jetzt in den Backofen, laut Packungsanleitung. Wenn es fertig gebacken und abgek√ľhlt ist k√∂nnen wir damit weiterarbeiten wie mit allen anderen Formen.

Positiv und negativWie nimmt man jetzt den Abdruck einer Form? Das ist ganz leicht. Wieder brauchen wir eine (diesmal etwas gr√∂√üere) Kugel Fimo die etwas flach gedr√ľckt wird und in die dann das Positiv eingepresst wird. Ihr k√∂nnt vorher die Oberfl√§che der Positivform mit Puder bestreichen, das wirkt wie Mehl und verhindert ein Ankleben. Seid vorsichtig beim Andr√ľcken, Fimo leistet Widerstand und ihr wollt nicht eure eventuell empfindlichen Vorlagen zerbrechen. Dr√ľckt die Form gleichm√§√üig ein, aber achtet darauf dass sie nicht durch den Fimoblock durchgeht, es soll √ľberall Fimomasse um die Form herum sein, auch auf der Unterseite. Nehmt im Zweifelsfall eine gr√∂√üere Kugel Fimo. Wenn die Vorlage gut eingedr√ľckt ist, achtet darauf dass sich kein Fimo um die R√§nder rum dr√ľckt. Das muss entfernt werden. Achtet darauf dass die Oberseite der Form m√∂glichst glatt und eben ist, das erleichtert euch sp√§ter die Arbeit. Dr√ľckt die Seiten sch√∂n an und nehmt dann das Positiv heraus. Hier kann man mit einem Zahnstocher vorsichtig nachhelfen. Danach sollte man die Stellen wieder gut gl√§tten (zB mit einem Stecknadelkopf). Zerdr√ľckt die Negativform nicht, sie muss wie ein rohes Ei behandelt werden! Dann ab in den Backofen und anschlie√üend gut ausk√ľhlen lassen.


Negativ f√ľllenJetzt haben wir also eine Negativform. Spa√üeshalber kann man mal testen ob das Positiv noch reinpasst. :)
Wir nehmen also, erraten, wieder eine Kugel Fimo. Etwas mehr als sch√§tzungsweise in den Abdruck reinpasst. Die Form kann man mit Puder ausstreuen. Der Puder l√§sst sich vom Positiv sp√§ter nicht immer komplett entfernen, also bietet sich das eher an wenn ihr hellen Fimo verwendet oder die Kn√∂pfe lackieren wollt. Andere Trennmittel als Puder (Wasser?) muss ich noch ausprobieren. Klopft auf jeden Fall allen √ľbersch√ľssigen Puder vorher wieder ab, es darf nicht zu viel sein.

Die Fimokugel dr√ľckt ihr mit Gef√ľhl und sch√∂n fest in die Form (mit dem Daumen merkt man ganz gut wo noch was muss). Dabei entsteht ein Rand um die Vertiefung herum, den kann man abmachen. Die kleinen Reste die dann noch √ľberstehen dr√ľckt man wieder mit dem Daumen flach Richtung Mitte der Form bis darunter der Rand der Vertiefung zu sehen ist. Das Fimo l√∂st sich dabei etwas vom Rand, das macht nichts, dr√ľckt es einfach wieder an.

Von so frinzelig nach so glatt

Was die Befestigung des sp√§teren Knopfes angeht kann man jetzt eine kleine √Ėse aus Draht biegen und die Enden (verzwirbelt und kurz geschnitten) im Fimo versenken (danach wieder gut andr√ľcken). Das l√§sst sich problemlos mitbacken und h√§lt gut. Ich habe es anders gemacht: KnopfstegEs entsteht beim Andr√ľcken der √ľberstehenden R√§nder in der Mitte ein kleiner Huckel. Das ist gut so und gewollt. Dort stecht ihr jetzt seitlich mit einem Zahnstocher ein. Haltet den Zahnstocher flach, wir wollen nicht dass die Oberfl√§che des Knopfes zerst√∂rt wird! Einmal von links und einmal von rechts einstechen, so dass sich die "Stichkan√§le" treffen und dar√ľber ein kleiner Steg bleibt. Das sieht man links bei der goldenen Form ganz gut. Durch diese √Ėse wird sp√§ter der Knopf angen√§ht. Sie sollte also nicht zu weit rausstehen und nicht zu klein sein. Um sicher zu gehen dass ihr sp√§ter eine Nadel durch das Loch bekommt, stecht einen Zahnstocher so wie auf dem rechten Foto zu sehen waagerecht durch das Loch. Sonst kann es euch passieren, dass ihr zwar ein Loch habt, der Steg aber zu niedrig sitzt, und keine Nadel (die kann sich ja nicht verbiegen) darunter durchgeht.
Mit dem Zahnstocher kann man jetzt den Knopf auch gut rausnehmen, wenn er sich denn l√∂st. Wenn nicht muss man wieder ganz vorsichtig mit Stecknadel oder Zahnstocher seitlich nachhelfen und danach die Spuren gl√§tten. Wenn ihr ganz neues Fimo habt ist es unter Umst√§nden sehr weich und l√∂st sich nicht gut aus der Form. Da hilft nur Puder mit dem ihr die Form vorher einst√§ubt. Zerdr√ľckt den Knopf nicht! Wenn der Rand nicht ganz sauber geworden ist kann man das jetzt noch vorsichtig mit einem Zahnstocher nachbearbeiten. Dann schnell in den Ofen damit und wir sind schon so gut wie fertig!
Wer will kann seine Kn√∂pfe jetzt noch lackieren oder anmalen (oder beides). Steinchen oder Glitter aufkleben geht bestimmt auch. Und nat√ľrlich: An einer w√ľrdigen Stelle ann√§hen :)

Fimo kann man mitwaschen, das habe ich selber noch nicht ausprobiert, wurde aber von anderer Seite bestätigt. Dazu tut ihr die Klamotten vielleicht am besten in einen Wäschebeutel, damit sich die Knöpfe nicht anstoßen.

Hier ist meine Ausbeute vom ersten Versuch. Ihr seht, ich habe ein Positiv-Herz gemacht und davon eine Negativform abgenommen und viele verschiedene Negative von Knöpfen und anderen Kleinteilen gemacht, dazu die fertigen Knöpfchen, noch gänzlich unbehandelt:
Fimoknöpfe

Original und Fälschung:
Original und Fälschung


Sp√§ter habe ich auch das Lackieren ausprobiert. Das geht gut, wenn ihr die Kn√∂pfe wieder auf Zahnstocher steckt und dann evtuell in mehreren Arbeitsg√§ngen bemalt. Der Lack sollte nach dem Trocknen wasserfest sein. Ich habe Modellbaufarbe verwendet (die gl√§nzt sch√∂n) und einen gr√ľnen Apfel rot bemalt. Zum Trocknen habe ich den Zahnstocher in eine (leere) Garnrolle gesteckt, so kann der Knopf nirgendwo ansto√üen.
Lackiert


Variationen

Empfehlung

Ein bißchen Fingerfertigkeit und Geduld sollte man haben, aber es macht riesig Spaß und geht ruckzuck. Warum nicht mal ausprobieren?


Musiktipp

Natron empfiehlt: Ministry - Psalm 69 (ob das zur Geduld beiträgt ist allerdings fraglich ;))





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