Bärenohrenschoner
Diese Haarpuffs sind quasi kleine verzierte Beutel mit Gummizug die über "Bärenohren" (so nennen wir zwei kleine Haarnester am Oberkopf) getragen werden. Aus schwarzem Satin mit allerlei Gebammsel in weiß und schwarz. An den Seiten hängen lange Spitzen- und Satinbänder runter. Mit den Haarpuffs kann man auch prima größere Bärenohren vortäuschen wenn die eigenen Haare vielleicht noch nicht so lang sind.
Um die Haarpuffs tragen zu können müßt ihr eure Haare zu Bärenohren zusammenbinden. Dazu einen Mittelscheitel ziehen und die Haare oben auf dem Kopf zu zwei Zöpfen binden. Die Zöpfe um sich selber drehen (vorher auftoupieren gibt prima Volumen) und zu Nestern feststecken. Mit Haarnadeln sichern und zum Schluß Haarspray drüber.
Material
- schwarzes Satin, zwei Stücke von je etwa 30x30 cm
- etwa 100 cm Satinschrägband in weiß
- etwa 20 cm Gummilitze in schwarz, 1 cm breit
- diverse Dekobänder, z. B.:
- etwa 60 cm Satinband in weiß, 1 cm breit
- etwa 60 cm Satinband in weiß, 0,4 cm breit
- etwa 100 cm schwarzes Spitzenband, 5 cm breit
- etwa 60 cm weißes Spitzenband, 3 cm breit
- weiße Rocailles
Preis
- Satin sind Reste, die Bänder kosten zwischen 20 Cent und 1 Euro pro Meter, alles in allem wird das ein preiswertes
Vergnügen. Auch prima zum Reste verarbeiten!
Anleitung
Erstmal braucht ihr die Grundform aus Satin. Das ist ein Kreis mit einem Durchmesser von etwa 30 cm, mehr oder weniger,
je nachdem wie groß die Haarpuffs werden sollen. Den Kreis malt ihr auf den Stoff auf. Geht freihändig oder mit einem
Teller o.ä. bzw Zirkel. Dann schneidet ihr den Satinkreis ohne Nahtzugaben aus.
Nun wird das Schrägband um die Kante des Satinkreises gelegt und festgenäht. Somit sind alle fusselnden Kanten versteckt
und ihr könnt sicher sein, daß der Haarpuff sich nicht weiter auflößt. Jetzt gehts ans Verzieren. Erstmal das schwarze
Spitzenband. Das wird 1-2 cm von der Kante entfernt in Kreisform auf den Satin gesteppt.
Dann wird der Haarpuff zusammengerafft, denn er soll ja wie ein kleiner Beutel werden. Dazu erstmal ein etwa 10 cm
langes Stück Gummiband zum Kreis zusammennähen. Dann das Gummiband an acht Stellen von innen gegen das Satin
nähen, und zwar dort wo auf der anderen Seite das Spitzenband aufgenäht ist. Diese acht Punkte näht man am besten von
Hand. Dann hat das Gummiband schon mal etwas Halt am Haarpuff. Nun wird das Gummi nochmal mit der Nähmaschine
(Zickzackstich) aufgesteppt, das ist etwas fummelig.
Wenn das geschafft ist geht die Verzierung weiter. Ich habe auf das schwarze Spitzenband noch weiße Rocailles genäht,
das breite weiße Satinband und die schwarzen und weißen Spitzenbänder in verschiedenen Längen an den Haarpuff genäht
und die Stelle wo diese Bänder angenäht sind mit einer Schleife aus dem dünnen Satinband verziert. Dazu braucht man die
oben aufgezählten Materialien. Wie ihr eure Haarpuffs verzieren wollt bleibt ganz und gar euch selbst überlassen, ihr könnt
euch also richtig auskitschen!
Variationen
- Farbe und Material: Haarpuffs passend zum cute-japan-style Outfit. Rot, lila, pink, weiß, grün.... mit Spitzenbändern,
Glitzerborten, Pailletten, Samtbändern, Tüllrüschen, Maraboufedern, Perlenschnüren, Chiffonfetzen, Glitzersteinen,
Stoffröschen.... was immer eure Herzen begehren und eure Restekisten hergeben!
- Größe: hängt natürlich auch etwas von der Länge/Fülle eurer Haare ab. Wer sehr lange/volle/lockige Haare hat kann auch
größere Haarpuffs machen, kleinere würde ich nicht machen, selbst wenn die Haare etwas dürftig sind, mit dem Haarpuff
kann man das ja hinmogeln...
Empfehlung
Super einfach. Läßt sich notfalls auch per Hand nähen und dauert nicht lang. Wie so häufig bei den Accessoires: kleiner
Aufwand, große Wirkung!
Musiktipp
Soda empfiehlt was unpassendes. Da ich mich in der japanischen Musikszene so gut wie gar nicht auskenne muß ich
notdürftig was englisches empfehlen. Wie wär es mal mit Hazel O'Conor "Breaking Glass" ?
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