Färben - Natur und Chemie

Für alle Handarbeiten mit Wolle, zB Stricken, Häkeln, Filzen, Sticken, Weben, usw.

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Re: Färben - Natur und Chemie

Beitragvon Teleri » Mi Apr 25, 2012 06:13 am

Oder, ganz andere Idee.. Frag in der Apotheke nach ;) Die haben ja zumindest ab und zu noch mit solchen Flaschen zu tun, vielleicht gibt es da Geheimtricks, in die man als Normalsterblicher nicht eingeweiht wird.
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Re: Färben - Natur und Chemie

Beitragvon Avellana » Mi Apr 25, 2012 19:22 pm

*reinhuscht*
OT: Ich hab auch schon oft mit solchen Flaschen gekämpft.
Was hilft ist, ganz vorsichtig, mit nem Messergriff gegen den Hals klopfen oder mal versuchen mit der Klinge den Stopfen ein bisschen hoch zu bekommen.
Sonnst hilft auch mal kräftiges Drehen (in beide Richtungen) oder auch Ziehen, evtl. mit leichtem Rütteln verbinden.
Und wenn dann nichts hilft, dann wirklich den Hals der Flasche unter warmes Wasser halten, da sollte eigentlich nicht viel passieren.
Ach ja, noch ein kleiner Tipp. ;)
Bevor du den Stopfen dann wieder drauf tust, schmier entweder ein bisschen Vaseline um den Stopfen oder besorg dir so einen Plastikfingerling aus der Apo den du dann einfach über den Stopfen stülpen kannst, dann frisst sich das beim nächsten Mal nicht mehr so fest. ;)

Das Färben mit Ostereierfarben klingt total interssant!
Eine Bekannte hat das auch schon gemacht, die hat total geniale Farben raus bekommen. :)
Wenn ich mal zufällig auf weiße Wolle stoßen sollte, werde ich das mal mit den Rest-Farben versuchen.
Blätter von den roten Haselnusssträuchern habe ich mir bereits serviert, da bin ich auch mal gespannt wie das aussehen wird.
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Re: Färben - Natur und Chemie

Beitragvon Violana » Do Apr 26, 2012 12:26 pm

Irgendwie hätte ich auch mal total Lust rumzuschmoddern mit Naturfarben. :D

Geplant sind recht spontan irgendwann mal Zwiebeln (aka meine Frau Mama darum gebeten, die Schalen zu sammeln) und vielleicht zur Erntezeit Hollunder und Walnuss. Da muss ich jetzt nur noch rausfinden, wann die Erntezeit beginnt und mir das dick und fett!!! in meinen Kalender eintragen, sonst verbummel ich das bestimmt. Wäre ja nicht das erste Mal bei mir... 8-)

Was muss denn eigentlich der Kochtopf für Eigenschaften besitzen, den ich da zum "Kochen von unappetitlichen Pflanzensuppen" nehme?
Also, groß, so groß wie möglich und nicht mehr für den nächsten Eintopf verwenden. :D Ist das Material wichtig? Ich habe irgendwo mal was von Kupfertöpfen gelesen und das Kupfer andere Farbtöne erzeugt (Mensch, Chemieniete wie ich eben bin :lol: ), aber genau krieg ich das nicht mehr auf die Reihe, deshalb frag ich mal lieber. :wink:
Vielleicht find ich auch bis dahin noch einen praktischen Pott aufm Flohmarkt oder so. :kicher:
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Re: Färben - Natur und Chemie

Beitragvon Ravna » Do Apr 26, 2012 13:10 pm

Nimm am besten einen alten Einkochtopf vom Flohmarkt. Meine zwei habe ich sogar geschenkt bekommen, hab per Anzeige danach gesucht.
Das ganze ist zwar meistens nicht giftig, aber es gibt auch einige giftige Färbepflanzen, also am besten einen alten Topf nehmen und nicht mehr für Lebensmittel verwenden.
Kuper und Eisentöpfe verändern die Farben, also besser nicht verwenden. Dann hast du keine ungeplanten Farbumschläge und Gelb wird auch Gelb.

Jetzt demnächst im Juni kannst du auch mit frischen Birkenblättern färben, oder sie zumindest pflücken und trocknen. Die Juniblätter haben am meisten Farbstoff und Birke ist auch sehr lichtecht und schön (Gelb).

@Avellana: Werd ich gleich mal probieren.

@Teli: Wäre auch noch eine Option.
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Re: Färben - Natur und Chemie

Beitragvon Violana » Do Apr 26, 2012 13:47 pm

frische Birkenblätter? :shock:
Da hab ich dann aber mega-schlechtes Gewissen so dem Baum gegenüber. Der braucht die doch noch ein paar Monate... :wink:
Aber sollte ich einen finden, der demnächst platt gemacht werd, greif ich mir wohl ein paar Blätter ab. :D

Kupfer- und Eisentöpfe, hmm? Funktionieren die gleich (also egal ob Kupfer oder Eisen) und wie genau verändert sich die Farbe, gibts da ne Regel? Heißt ja nicht, dass Farbveränderungen unbedingt schlecht sein müssen. Sonst würde ich mich mal nach einem normalen und einem Metalltopf umsehen und mehr panschen. :mrgreen:

Ich seh schon, ich nehm mir wieder zu viel vor. :angel:
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Re: Färben - Natur und Chemie

Beitragvon Ravna » Do Apr 26, 2012 13:50 pm

Den Farbumschlag kanst du auch in einem normalen Topf mit Eisensulfit erreichen. Dafür braucht es keinen extra Eisentopf.

Du sollst den Baum ja auch nicht leeren, sondern am besten bei mehreren Bäumen nur ein paar Blätter zupfen. Du brauchst bei frischer Verwendung der Blätter 400%, also für 100g Wolle 400g Blätter.
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Re: Färben - Natur und Chemie

Beitragvon [.regen.tropfen.] » Fr Apr 27, 2012 07:46 am

Ich hab gerade meine ersten Färbezutaten beim Wollschaf bestellt und wollte demnächst mal einen Färbeversuch mit Walnüssen starten. Da bin ich gerade auch fleißig am Knacken. Zwei Fragen hätte ich dazu aber noch: Verwendet man wirklich nur die Schalen oder färbt der "Steg", der im Inneren der Nuss ist auch mit? Und sollte man die Schalen am Ende nochmal zerkleinern oder einfach reinschmeißen wie sie sind?
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Re: Färben - Natur und Chemie

Beitragvon LaForcenée » Fr Apr 27, 2012 07:59 am

Oooohhhje, das mit den Schalen hast du leider falsch verstanden! :(
Man färbt nur mit den GRÜNEN fleischigen Schalen die am Baum hängen und die bei der Ernte entfernt werden. die Braunen hölzernen Schalen Färben leider nicht.

Die da sind frisch zum färben gedacht:
http://www.stadtwanderer.net/blog/media/255601750_8efc378f85.jpg
Bild
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Re: Färben - Natur und Chemie

Beitragvon [.regen.tropfen.] » Fr Apr 27, 2012 09:02 am

Neeeeeeeeeeeeeeeein, verdammt! *grummel* Aber wenigstens hältst du mich gerade von einer Doofheit ab. :mrgreen:
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Re: Färben - Natur und Chemie

Beitragvon Violana » Sa Mai 05, 2012 17:14 pm

Violana hat geschrieben:Kupfer- und Eisentöpfe, hmm? Funktionieren die gleich (also egal ob Kupfer oder Eisen) und wie genau verändert sich die Farbe, gibts da ne Regel? Heißt ja nicht, dass Farbveränderungen unbedingt schlecht sein müssen. Sonst würde ich mich mal nach einem normalen und einem Metalltopf umsehen und mehr panschen. :mrgreen:

So, beantworte ich mal noch kurz meine eigene Frage.

Ich hab mal das Bücherregal meiner Mutter durchgeschaut und tatsächlich ein Buch über Färben mit Naturfarben gefunden. Sach ich doch schon immer, die Frau hat alles.
Das Buch sagt: Je nachdem, ob man Kupfer oder Eisen mitreinmischt, gibt es unterschiedliche Farbtöne. Schade (man braucht beides) und super (größere Farbpalette) zugleich. Ich hatte gehofft, mit einem Metalltopf kommt man aus, denn dann hätte ich eben, wenn sichs gerade irgendwo ergibt, noch einen zweiten Färbetopf dazugestellt - kann man ja vielleicht auch parallel arbeiten. Aber den Platz für ganz viele (große!!) Töpfe habe ich dann doch nicht. :wink:
Na dann besser noch eine halbe Drogerie an Chemikalien daneben. :angel:


10g Zwiebelschalen hab ich jetzt auch zusammen. Gott, wie macht ihr das blos?! :roll:
Muss ich wohl demnächst doch bei ein paar Bekannten rumfragen, sonst kann ich das Projekt erst zur Rente angehen. :mrgreen:

Auf jeden Fall freue ich mich schon wie ein kleiner Schneekönig auf die wärmeren Temperaturen, dass man auch mal draußen was machen kann und die benötigten Zutaten auch reifen. :kicher:
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Re: Färben - Natur und Chemie

Beitragvon [.regen.tropfen.] » Sa Mai 26, 2012 09:06 am

So langsam geht es ans Eingemachte. :kicher: Meine Anleitung ist leider nicht so ganz genau, weshalb ich hier besser mal nachfrage. Ich muss fürs Rezept (Krapp) vorbeizen, dazu steht da:

Vorbeize
Die Fasern werden erst gebeizt und dann gefärbt. Man benötigt für 500 g Beizgut circa 12 - 15 Liter Wasser. Die Beizmittel werden dem Wasser zugesetzt und solange gekocht, bis sie sich ohne zu rühren vollständig aufgelöst haben.
Die Einsatzmengen müssen den einzelnen Rezepten entnommen wer- den. Wichtig ist, dass Seide immer unter 70°C gebeizt wird, da die Seide sonst brüchig wird und ihren Glanz verliert.


Und beim Rezept:
100g Alaun , 1 1/2 Stunden, am besten eine Woche feucht lagern und dann spülen


Ich würde das jetzt so machen: Wasser kochen, Wolle rein, Alaun einrühren, bis es sich aufgelöst hat, 1 1/2h stehen lassen (und dabei abkühlen lassen oder weiter köcheln?), feucht rausnehmen, in eine Plastiktüte einwickeln, bis zum Färben am Freitag liegen lassen. Ist das richtig, oder mache ich schon wieder Blödsinn? O.o
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Re: Färben - Natur und Chemie

Beitragvon Amhran (Gast) » Sa Mai 26, 2012 14:59 pm

Wolle sollte man doch nicht direkt ins kochende Wasser geben, sondern langsam mit der Flüssigkeit erhitzen?
Ich glaube eher, dass das so gemeint ist, dass man das Beizmittel zuerst in kochendem Wasser (eventuell in einer kleineren Menge und dann mit kaltem Wasser aufgießen?) auflöst, das dann abkühlen läßt und dann mit der Wolle wieder erhitzt.

Eine Frage habe ich auch:
Womit kann man denn Baumwollgarn färben? Ostereierfarbe hätte ich noch hier, aber das geht wohl nicht..
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Re: Färben - Natur und Chemie

Beitragvon Thalliana » Sa Mai 26, 2012 22:32 pm

Baumwolle sollte mit Batik-Farben, oder Textilfarben wie Simplicol eigentlich gut gehen, jedenfalls klappt das ja bei Klamotten
Gemüse schmeckt am besten, wenn man es kurz vor dem Verzehr durch ein Schnitzel ersetzt!
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Re: Färben - Natur und Chemie

Beitragvon Shiver » So Mai 27, 2012 08:30 am

[.regen.tropfen.] hat geschrieben:Ich würde das jetzt so machen: Wasser kochen, Wolle rein, Alaun einrühren, bis es sich aufgelöst hat, 1 1/2h stehen lassen (und dabei abkühlen lassen oder weiter köcheln?), feucht rausnehmen, in eine Plastiktüte einwickeln, bis zum Färben am Freitag liegen lassen. Ist das richtig, oder mache ich schon wieder Blödsinn? O.o

Erst Alaun auflösen, Wasser kochen, abkühlen lassen (warm darf das Wasser sein, lese immer wieder was von etwa 40°), Wolle rein und langsam erwärmen. Dann tatsächlich köcheln lassen. Und wenn die Wolle drin ist - NICHT RÜHREN! Das gilt dann auch für's Färben, die Wolle nur immer wieder vorsichtig untertauchen
Und wenn du sie gebeizt lagerst, solltest du drauf achten, dass die Wolle lichtgeschützt ist

Tanzt wenn die Musik beginnt.
Tanzt wenn der Bass erklingt.
Tanzt mit uns im Puls der Nacht.
Tanzt und spürt die Macht.

Vermaledeyt - Tanzt!


Torten, Kuchen, Zuckerzeug
Wollige Farb-Spinnereien
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Re: Färben - Natur und Chemie

Beitragvon [.regen.tropfen.] » So Mai 27, 2012 09:40 am

Alles klar, dann mach ich das so. Vielen Dank! Und für die nächsten Versuche sollte ich mir vielleicht wirklich das tolle (und teure) Buch besorgen ... dann müsste ich auch nicht so viel fragen. :oops:
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