Ich habe jetzt gerade keine Lust das PDF komplett durchzulesen, aber generell empfehle ich immer Vorbeize statt Direktbeize.
Bei Krapp macht es Sinn eine Woche vorher zu beizen und das gebeizte Färbegut eine Woche nass und unausausgewaschen liegen zu lassen (Plastiktüte), danach auswaschen und Färben. Bei Krapppulver packe ich das immer in ein feines Seidentuch als Färbebeutel, weil das Zeug so fein ist, dass man es schwer ausgewaschen bekommt. Dafür ist es uuuuunglaublich ergiebig. Wenn man es nicht so lange vorher liegen lässt, also vor dem Färben, werden die Farben nicht so strahlend rot, aber auch schön. Ausserdem sollte man Krapp, wenn es schön rot werden soll bei maximal 70°C färben, wobei ich eher um die 60°C färbe. Je heißer gefärbt wird, je bräunlicher wird der Ton.
Bei Walnussschalen (also die am Baum grünen Aussenschalen, nicht die harten um die Nuss herum) brauchst du eigentlich garnicht beizen, die haben natürlicherweise schon Tannin als Beize dabei. da kannst du eigentlich direkt färben. Beizen schadet aber auch nicht.
Bei Birkenblätter kannst du normal färben, also Alaun als Vorbeize und dann mit Birkenblättern färben, färbst du mit frischen dann kalkuliere am besten 400% ein, mit getrockneten reichen 200%. (Bedeutet wenn du 100g Wolle färben willst brauchst du 200g getrocknete Birkenblätter, wobei ich von Birke meist drei Züge färbe also dreimal 100g, also kann man mit 200g Birkenblätter bis zu 300g Wolle färben).
Als Tipp: Einige Teile von Dorothea Fischer Buch kann man ganz legal bei Google Books anschauen, nur eben nicht alles:
http://books.google.de/books?id=aIrZv4c ... er&f=false