von materialfehler » Sa Jun 15, 2013 13:55 pm
Ich hab in den letzten Jahren schon öfters mit Simplicol gefärbt, war aber nie so wirklich zufrieden. Das finde ich komisch, weil ich im Netz irgendwie nur begeisterte oder zumindest zufriedene Berichte lesen kann.
Verwendete Farben: Schwarz, Dunkelgrün, Dunkelrot, Olivgrün, Maisgelb
Materialien: reine Baumwolle (so ein gewebter dünnerer "Taschentuchstoff", typisch für weiße flatternde Sommersachen), Baumwolljersey, Ethnotuch unbekannter Faser (Baumwolle?); manchmal ganz neue Sachen, manchmal schon getragene
Ursprungsfarbe: meist Reinweiß oder ausgeblichenes Schwarz erneuern
Färbevorgang: immer gut vorgewaschen, ohne Weichspüler/Essig o.ä., nach Anleitung in der Maschine, Kochsalz statt Färbesalz
Die Farben wurden immer irgendwie matt/stumpf (manchmal auch gräulich), der Stoff fühlte sich danach rauh an und war steifer, teilweise direkt unangenehm. Das Weiß des Stoffes leuchtete immer irgendwie durch - kann das schlecht erklären. Ich meine nicht, dass der Stoff halt durchscheinend war, weil er dünner war, das wäre ja logisch. Nein, es wurde selbst bei recht dunklen Ergebnissen und auf eher dickeren Stoffen irgendwie... weißlich.
Außerdem habe ich bei Dunkelrot auf einem reinweißen bodenlangen Stufenrock Gr. 34 aus reiner Baumwolle 3 Färbedurchgänge = 3 Packungen! gebraucht, um auch nur annähernd an das angegebene intensivste/dünkelste Ergebnis vom Aufkleber auf der Packung zu kommen. War ein teurer Spaß - und dann hat das Weiß immer noch durchgescheint, die Farbe war stumpf und matt. War ziemlich enttäuscht, vor allem auch was die Kosten betroffen haben.
Ein einziges Erfolgserlebnis war ein grob gewebtes Ethnotuch (die sind sicher bekannt, die gibts in Ethnogeschäften in allen möglichen Farben und es ist, meist in dunkelrot, Sanskritzeugs und Buddhazeugs draufgemalt), vormals hellgrün, zum Spaß mit Simplicol Maisgelb eingefärbt. Es wurde ein sehr intensives Senfpissegelb

Also schon irgendwie eine geile Farbe, aber stand mir dann doch nicht. Der Punkt ist aber: es wurde sehr intensiv (für Simplicol) und ich frage mich, ob das an der Farbe lag, oder am Stoff.
Ganz besonders frage ich mich aber: Bin ich denn allein mit dieser Wahrnehmung? Mach ich irgendwas falsch? Gibt es einen Kniff, Simplicolfarben wirklich leuchtend und intensiv zu bekommen?
Vielleicht gibt es ja einfach nur so viele Sommertypen da draußen, denen matte gedämpfte Farben ja meist unheimlich schmeicheln (und die deswegen so zufrieden mit den Ergebnissen sind) - ich Wintertyp hingegen verschwinde in solchen Farben

Oder gibt es (deppensichere) Alternativen für Simplicol? Ich hab da letztens was gelesen von Procion-Farben, aber von dem was ich dazu finden konnte, wirkt das ein bisschen zu professionell für mich(?).
Was meint ihr?
Ich hab in den letzten Jahren schon öfters mit Simplicol gefärbt, war aber nie so wirklich zufrieden. Das finde ich komisch, weil ich im Netz irgendwie nur begeisterte oder zumindest zufriedene Berichte lesen kann.
Verwendete Farben: Schwarz, Dunkelgrün, Dunkelrot, Olivgrün, Maisgelb
Materialien: reine Baumwolle (so ein gewebter dünnerer "Taschentuchstoff", typisch für weiße flatternde Sommersachen), Baumwolljersey, Ethnotuch unbekannter Faser (Baumwolle?); manchmal ganz neue Sachen, manchmal schon getragene
Ursprungsfarbe: meist Reinweiß oder ausgeblichenes Schwarz erneuern
Färbevorgang: immer gut vorgewaschen, ohne Weichspüler/Essig o.ä., nach Anleitung in der Maschine, Kochsalz statt Färbesalz
Die Farben wurden immer irgendwie matt/stumpf (manchmal auch gräulich), der Stoff fühlte sich danach rauh an und war steifer, teilweise direkt unangenehm. Das Weiß des Stoffes leuchtete immer irgendwie durch - kann das schlecht erklären. Ich meine nicht, dass der Stoff halt durchscheinend war, weil er dünner war, das wäre ja logisch. Nein, es wurde selbst bei recht dunklen Ergebnissen und auf eher dickeren Stoffen irgendwie... weißlich.
Außerdem habe ich bei Dunkelrot auf einem reinweißen bodenlangen Stufenrock Gr. 34 aus reiner Baumwolle 3 Färbedurchgänge = 3 Packungen! gebraucht, um auch nur annähernd an das angegebene intensivste/dünkelste Ergebnis vom Aufkleber auf der Packung zu kommen. War ein teurer Spaß - und dann hat das Weiß immer noch durchgescheint, die Farbe war stumpf und matt. War ziemlich enttäuscht, vor allem auch was die Kosten betroffen haben.
Ein einziges Erfolgserlebnis war ein grob gewebtes Ethnotuch (die sind sicher bekannt, die gibts in Ethnogeschäften in allen möglichen Farben und es ist, meist in dunkelrot, Sanskritzeugs und Buddhazeugs draufgemalt), vormals hellgrün, zum Spaß mit Simplicol Maisgelb eingefärbt. Es wurde ein sehr intensives Senfpissegelb :mrgreen: Also schon irgendwie eine geile Farbe, aber stand mir dann doch nicht. Der Punkt ist aber: es wurde sehr intensiv (für Simplicol) und ich frage mich, ob das an der Farbe lag, oder am Stoff.
Ganz besonders frage ich mich aber: Bin ich denn allein mit dieser Wahrnehmung? Mach ich irgendwas falsch? Gibt es einen Kniff, Simplicolfarben wirklich leuchtend und intensiv zu bekommen?
Vielleicht gibt es ja einfach nur so viele Sommertypen da draußen, denen matte gedämpfte Farben ja meist unheimlich schmeicheln (und die deswegen so zufrieden mit den Ergebnissen sind) - ich Wintertyp hingegen verschwinde in solchen Farben :(
Oder gibt es (deppensichere) Alternativen für Simplicol? Ich hab da letztens was gelesen von Procion-Farben, aber von dem was ich dazu finden konnte, wirkt das ein bisschen zu professionell für mich(?).
Was meint ihr?